Ab dem 1. Juli 2026 wird Amazon in Europa keine nachträgliche Etikettierung von FBA-Ware mehr im Logistikzentrum vornehmen. Produkte, die einen Amazon-Strichcode benötigen, müssen vor dem Versand korrekt etikettiert sein. Diese Änderung betrifft viele Seller und bringt operative Herausforderungen mit sich.
Was bedeutet das für Seller?
- Eigenverantwortung für das Labeling: Seller müssen sicherstellen, dass alle Produkte vor Versand mit den korrekten Amazon-Etiketten versehen sind.
- Fragen zur Umsetzung: Wer übernimmt künftig das Labeling? Wie erfolgt die Etikettierung im Lager oder beim Dienstleister? Welche ASINs sind betroffen? Was passiert bei fehlenden oder falschen Etiketten?
- Risiken: Fehlende oder falsche Etiketten können zu Verzögerungen im Wareneingang, Annahmeproblemen und Reibungen im Fulfillment führen.
Hintergrund und Hinweise
Amazon hat bereits ab dem 1. Januar 2026 den Vorbereitungs- und Etikettierservice eingestellt. Für Sendungen vor diesem Datum wurde der Service noch gegen Gebühr angeboten. Außerdem dürfen GCIDs nicht anstelle von UPC, EAN, JAN oder ISBN für ASIN-Erstellung verwendet werden. Marken, die keine GTINs besitzen, können eine GTIN-Befreiung beantragen.
Produkte ohne Hersteller- oder Transparency-Strichcode müssen mit einem Amazon-Strichcode etikettiert werden. Die Verantwortung für das Anbringen der Etiketten liegt bei den Seller:innen. Für berechtigte Produkte kann alternativ die virtuelle Nachverfolgung über den Hersteller-Strichcode genutzt werden.
Empfehlung für Seller
Seller sollten jetzt prüfen, welche Produkte weiterhin Amazon-Etiketten benötigen und wie das Labeling ab Juli 2026 organisiert wird. Eine frühzeitige Klärung vermeidet spätere Verzögerungen und unnötigen Aufwand.

