Site icon eCommerce Watchblog

Bitkom: Deutsche Wirtschaft zunehmend Ziel von Cyberangriffen aus Russland und China

Foto von Tima Miroshnichenko: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-tippen-sitzung-sitzen-5380607/

Foto von Tima Miroshnichenko: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-tippen-sitzung-sitzen-5380607/

Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom nehmen Angriffe auf deutsche Unternehmen weiter zu – immer häufiger führen die Spuren nach Russland und China. Der jährliche Schaden durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage liegt bei rund 289 Milliarden Euro.

Zentrale Ergebnisse

Laut Bitkom berichten 87 % der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von Diebstahl, Spionage oder Sabotage – digital und analog. Blickt man nur auf Cybervorfälle, waren 73 % von digitaler Sabotage betroffen oder vermuten dies; 66 % meldeten (sicher oder vermutet) Datendiebstahl. Der Gesamtschaden steigt auf 289,2 Mrd. €, wovon 70 % auf Cyberangriffe entfallen. Bei den Herkunftsländern nennen betroffene Firmen je 46 % Russland und China.

Folgen für Unternehmen

Die Schäden umfassen nicht nur direkte Kosten wie Betriebsausfälle oder Lösegeldzahlungen, sondern auch Umsatzeinbußen durch Plagiate und den Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Besonders betroffen sind technologiegetriebene Branchen, die Ziel von Industriespionage sind.

Einordnung & politische Dimension

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betonte, dass Cyberabwehr ein zentraler Teil der Digitalisierung werden müsse: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann ein Unternehmen angegriffen wird.“ Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bestätigt den Trend und kündigte an, seine Abwehrkapazitäten weiter auszubauen.

Fazit

Die Studie zeigt, dass die Bedrohungslage für deutsche Unternehmen im Cyberraum ernster ist denn je. Für Politik und Wirtschaft bedeutet das: höhere Investitionen in Sicherheit, engere Zusammenarbeit mit Behörden und konsequente Prävention.

Exit mobile version