Die Deutsche Post weitet ihr Gesundheitsprogramm Ergo² nach einer zweijährigen Pilotphase bundesweit aus. Das Trainings- und Präventionskonzept wird künftig schrittweise an rund 150 Standorten von Post & Paket Deutschland eingeführt. Ziel ist es, die körperliche Belastung in der Zustellung und Sortierung zu reduzieren und Gesundheitsprävention dauerhaft in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Ergonomie und Bewegung direkt im Arbeitsalltag
Die tägliche Arbeit in der Paket- und Briefzustellung verlangt den Beschäftigten körperlich viel ab. Das Heben schwerer Sendungen, lange Laufwege oder unebene Untergründe gehören für viele Zusteller zum Arbeitsalltag. Mit dem neuen Programm setzt die Deutsche Post deshalb auf praxisnahe Trainingsmaßnahmen direkt am Arbeitsplatz.
Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler begleiten die Teams vor Ort und vermitteln Bewegungsabläufe, die sich unmittelbar während der Arbeit anwenden lassen. Dazu gehören beispielsweise ergonomische Techniken beim Anheben schwerer Pakete oder Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur während wiederkehrender Arbeitsabläufe.
Die Übungen werden gezielt mit festen Abläufen im Arbeitsalltag verknüpft, damit sie langfristig zur Routine werden. Ergänzend erhalten die Mitarbeitenden Informationen über den Bewegungsapparat und ergonomisches Arbeiten.
Fokus auf Rückengesundheit und Sturzprävention
Das Konzept kombiniert mehrere Präventionsansätze. Neben dem rückenschonenden Heben und Tragen steht insbesondere die Vermeidung von Stolper- und Sturzunfällen im Mittelpunkt.
Hierfür umfasst Ergo² spezielle Gleichgewichts- und Stabilisationsübungen, die den sicheren Stand auf Treppen, Schotterwegen oder anderen unebenen Untergründen verbessern sollen. Damit verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesundheitsförderung im Zustelldienst.
Die Entscheidung für den bundesweiten Rollout basiert nach Unternehmensangaben auf den positiven Erfahrungen während der Pilotphase. Mitarbeitende berichteten unter anderem von einer geringeren körperlichen Belastung sowie positiven Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in den Teams.
Deutsche Post fordert gesetzliche Gewichtsgrenze für Pakete
Begleitend zur Gesundheitsinitiative bekräftigt die Deutsche Post ihre Forderung nach einer gesetzlichen Gewichtsobergrenze für Pakete von 23 Kilogramm.
Angesichts des wachsenden Paketvolumens sieht das Unternehmen eine solche Begrenzung als wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz der Zustellerinnen und Zusteller. Die Gewichtsgrenze soll körperliche Belastungen reduzieren und Arbeitsunfälle vermeiden helfen.
Auszeichnung für das Präventionskonzept
Bereits vor dem bundesweiten Rollout wurde Ergo² für seinen Präventionsansatz ausgezeichnet. Das Programm erhielt den Corporate Health Award 2025 in der Sonderkategorie Ergonomics.
Mit der Einführung an rund 150 Standorten baut die Deutsche Post ihr betriebliches Gesundheitsmanagement weiter aus und setzt verstärkt auf präventive Maßnahmen direkt im operativen Arbeitsumfeld.
Quelle: Pressemitteilung DHL Group , 13. Juli 2026
