Die FabFab GmbH, Betreiberin der Plattform stoffe.de und des Tochterunternehmens Makerist, stellt den Geschäftsbetrieb ein. Rund 170 Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze. Die Nachricht sorgt für Verunsicherung in der DIY-Community.
Vom Boom zur Marktbereinigung
Während der Corona-Pandemie erlebte die Do-it-yourself-Branche einen starken Aufschwung, von dem auch FabFab profitierte. Nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen kam es jedoch zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage. Viele Kund:innen hatten während der Pandemie große Vorräte angelegt, die nun verarbeitet wurden, was zu einer Kaufzurückhaltung führte.
Kein Investor, keine Rettung
Der Hauptinvestor zog sich zurück und verweigerte frisches Kapital. Trotz eines vorläufigen Insolvenzverfahrens im Oktober 2025 konnte der Fortbetrieb nicht realisiert werden. Laut Hamburger Abendblatt wurde die endgültige Schließung beschlossen, alle Mitarbeitenden wurden gekündigt. Die Zukunft von Makerist und der Zugang zu bereits gekauften digitalen Produkten sind noch unklar.
Kundeninformation und Abwicklung
Auf der Website informiert das Team von stoffe.de über den aktuellen Stand: Das Sortiment wird solange der Vorrat reicht abverkauft, stornierte Bestellungen werden erstattet. Kunden werden gebeten, digitale Produkte und Videokurse bis zum 31. Januar 2026 herunterzuladen. Ein Download-All-Button erleichtert den Zugriff auf digitale Schnittmuster.
Fazit
Der Fall FabFab zeigt die Herausforderungen im E-Commerce, insbesondere die Abhängigkeit von Investoren und die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen auf Nischenmärkte.

