Zum 1. Juli 2026 erhöht eBay die Verkaufsprovisionen für gewerbliche Händler in Deutschland und streicht die bisherige Staffelung. Besonders betroffen sind Anbieter von Neuware und Eigenmarken: Bei IT-Artikeln steigt die Provision auf durchgehend 7 Prozent, während bisher für Artikel über 500 Euro nur 3 Prozent fällig waren. Günstiger wird es für Gebrauchtware, Refurbished-Geräte und B-Ware mit einheitlich 5 Prozent Provision, berichtet Channelpartner.de.
Strategische Neuausrichtung auf Wachstumsfelder
eBay-Chefin Saskia Meier-Andrae erklärt, dass die Anpassungen Teil einer langfristigen Strategie sind, den Fokus auf Re-Commerce, Live Shopping, private Verkäufe und bestimmte Schwerpunktkategorien wie Fahrzeugteile, Sammelobjekte und Luxusartikel zu legen. Diese Bereiche entsprechen der ursprünglichen DNA von eBay und bieten nach Ansicht des Unternehmens die größten Wachstumschancen.
Auswirkungen auf Händler von Hardgoods-Neuware
Die Gebührenanpassung belastet vor allem Händler von neuer Handelsware und Eigenmarkenartikeln, die eBay lange umworben hat. Gleichzeitig werden Anbieter von gebrauchten und generalüberholten Produkten entlastet. Meier-Andrae sieht im Re-Commerce großes Potenzial und betont, dass eBay in neue Formate und Technologien investiert, um Händlern zu helfen, neue Zielgruppen zu erreichen und ihre Expertise sichtbar zu machen.
Live Commerce als Wachstumstreiber
Mit der Rückkehr des Slogans „3, 2, 1 – meins“ und dem Ausbau von eBay Live setzt die Plattform verstärkt auf Live Shopping als Möglichkeit, Produkte erlebbar zu machen und direkt mit Kund:innen zu interagieren. Händler können so Vertrauen aufbauen und ihre Expertise zeigen, was im digitalen Handel zunehmend wichtig wird.

