Der deutsche Online-Gartenmarkt erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1,28 Milliarden Euro und wuchs damit um 3,7 Prozent, berichtet Soll-Galabau.de. Im Vergleich dazu legte der Gesamtmarkt nur moderat zu. Spezialisierte Online-Händler konnten ihren Anteil auf über 40 Prozent ausbauen und verdrängen zunehmend breit aufgestellte Anbieter.
Digitalisierung verändert Kaufverhalten
Kund:innen planen Gartenprojekte heute zunehmend digital und mehrere Monate im Voraus. „Der Informationsprozess beginnt oft Monate vor dem Kauf und findet überwiegend online statt“, erklärt Silke Tolksdorf, Geschäftsführerin von Rasenkante24.de. Insbesondere bei erklärungsbedürftigen Produkten wie Hochbeeten oder Gabionen steigt die Nachfrage nach fundierter Online-Beratung.
Vom saisonalen Geschäft zum ganzjährigen Online-Modell
Traditionell war der Gartenhandel saisonal geprägt. Die Digitalisierung sorgt für eine Verschiebung hin zu einem ganzjährigen, digitalen Geschäftsmodell. Onlineinhalte, Beratung und inspirierende Formate sind entscheidende Erfolgsfaktoren, da rund 80 Prozent der Gartenkonsument:innen sich von solchen Inhalten leiten lassen.
Logistik als Schlüsselherausforderung
Die Logistik sperriger und sensibler Gartenprodukte bleibt eine Herausforderung. Anbieter investieren verstärkt in stabile Verpackungen, optimierte Versandprozesse und zuverlässige Lieferketten. Effiziente Logistik und fachliche Beratung werden zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.
Spezialisierte Händler gewinnen Marktanteile
Während Cross-Channel-Anbieter früher dominierten, gewinnen spezialisierte Onlinehändler („Pure Player“) an Bedeutung. Ihr Marktanteil im Online-Gartenhandel liegt inzwischen bei über 40 Prozent. „Fachkompetenz und digitale Kundennähe werden immer wichtiger“, so Tolksdorf.
Ausblick
Der Online-Gartenhandel entwickelt sich zu einem digitalen, beratungsintensiven und logistisch anspruchsvollen Segment. Anbieter, die Sortiment, Content und Service intelligent verbinden, sichern sich langfristig Wettbewerbsvorteile.

