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Otto steigert Umsatz auf 7,5 Milliarden Euro – KI und Marktplatz treiben Wachstum

Foto: Otto

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Otto hat im Geschäftsjahr 2025/26 seinen Plattformumsatz um 6 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro gesteigert und wächst damit stärker als der deutsche Onlinehandel insgesamt. Nach IFRS stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Wachstumstreiber sind insbesondere das Marktplatzgeschäft und Investitionen in KI-gestützte Einkaufserlebnisse.

Wachstum in Handel, Marktplatz und Retail Media

Das eigene Handelsgeschäft wuchs um 3 Prozent, der Marktplatz mit rund 6.100 Partnern legte um 9 Prozent zu. Das Sortiment umfasst mittlerweile 19 Millionen Artikel, wobei Fashion & Sport sowie Home & Living besonders gefragt sind. Das Retail-Media-Geschäft von Otto Advertising verzeichnete ein starkes Wachstum von 49 Prozent und gewinnt als Monetarisierungsquelle für Händler an Bedeutung.

Verbesserte Logistik und Kundenzufriedenheit

Die Zahl der aktiven Kund:innen stieg um 4 Prozent auf 12,6 Millionen. Otto führt dies auf verbesserte Nutzererfahrungen und optimierte Logistik zurück. Bereits jedes dritte Großgerät wird am nächsten Tag geliefert, und die Next-Day-Quote für Pakete soll auf 50 Prozent steigen – alles ohne Aufpreis.

KI als zentraler Wachstumstreiber

Im März startete Otto einen eigenen KI-Assistenten, der Kund:innen im Dialog bei der Produktsuche unterstützt. Der Assistent verfügt über Produktwissen zu rund 19 Millionen Artikeln und ermöglicht eine Beratung ähnlich dem stationären Handel. Zudem arbeitet Otto daran, Produktdaten für externe Systeme besser auffindbar zu machen, was für Händler im Plattformumfeld immer wichtiger wird.

Internationale Expansion und Sparmaßnahmen

Otto öffnet seinen Marktplatz verstärkt für internationale Händler. Noch im Frühjahr sollen Anbieter aus den Niederlanden starten, gefolgt von Partnern aus Polen, Österreich, Frankreich und Spanien. Ab 2027 sollen auch dänische Händler angebunden werden.

Parallel plant Otto, die jährliche Kostenbasis bis 2027/28 um 110 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro zu senken. Dafür sollen 460 Vollzeitstellen abgebaut werden, überwiegend über freiwillige Programme.

Ausblick

Otto peilt bis 2028 einen Plattformumsatz von 10 Milliarden Euro an und setzt dabei auf die weitere Skalierung seiner Geschäftsbereiche Handel, Marktplatz und Services. Die Kombination aus technologischer Innovation, internationaler Expansion und Kostenoptimierung soll die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

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