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Paketbranche erwartet nur geringes Wachstum im Weihnachtsgeschäft 2025

Foto: DHL Group

Foto: DHL Group

Die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) in Deutschland rechnet für das Weihnachtsgeschäft 2025 mit einem nahezu stagnierenden Sendungsvolumen. Laut einer Marktanalyse im Auftrag des Bundesverbands Paket- und Expresslogistik (BPEX) werden im November und Dezember etwa 750 Millionen Pakete erwartet – ein Wachstum von lediglich 1 bis 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wachstum im Privatkundensegment, Rückgang im B2B-Bereich

Der Online-Handel bleibt mit rund 450 Millionen B2C-Sendungen der wichtigste Wachstumstreiber und verzeichnet ein Plus von knapp 2 Prozent. Demgegenüber steht der B2B-Sektor, der aufgrund verhaltener Investitionen, geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Veränderungen in der Industrie mit einem Rückgang der Sendungsmengen rechnet.

Herausforderungen durch steigende Kosten und Regulierung

Trotz der geplanten zusätzlichen Ressourcen – bis zu 20.000 neue Arbeitskräfte und 17.000 Fahrzeuge – sieht sich die Branche mit erheblichen wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert. Hohe Energiepreise, steigende Löhne und verschärfte Regulierungen erhöhen den Kostendruck und gefährden langfristig die Innovationsfähigkeit der Unternehmen.

Entwicklung im ersten Halbjahr 2025 und Ausblick

Im ersten Halbjahr 2025 wurde bereits ein moderates Wachstum von 1,8 Prozent auf 2,03 Milliarden Sendungen erzielt, getragen vom B2C-Bereich (+2,6 %), während B2B und Kurier-Express-Segment rückläufig blieben. Für das Gesamtjahr prognostiziert der BPEX ein Sendungsvolumen von rund 4,37 Milliarden Paketen, ein leichtes Plus von etwa 2 Prozent.

Stellungnahme des BPEX

Marten Bosselmann, Vorsitzender des BPEX, betont die Leistungsfähigkeit der Branche trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Er fordert jedoch Entlastungen, um die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung der Paketbranche zu sichern: „Wir brauchen jetzt und mittelfristig Entlastungen, damit die Betriebe wieder Luft zum Atmen haben.“

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