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UPS verklagt Temu in Irland wegen Zahlungsausfällen in Millionenhöhe

Foto: United Parcel Service of America, Inc.

Foto: United Parcel Service of America, Inc.

UPS hat vor dem irischen Handelsgericht Klage gegen Whaleco Technology Ltd eingereicht, den Betreiber der europäischen Plattform Temu. Das US-amerikanische Logistikunternehmen fordert über 37 Millionen Euro für unbezahlte Paketlieferungen zwischen September 2024 und Januar 2026.

Hintergrund der Forderung

Im Rahmen einer vorläufigen Vereinbarung transportierte UPS Pakete für Temu zu stark rabattierten Preisen. Bereits im August 2025 hatten sich Rückstände von fast 13 Millionen Euro aufgebaut. Nach gescheiterten Verhandlungen über neue Konditionen – ein Rabatt von 30 % auf Standardpreise – wurde das Kundenkonto von Whaleco gesperrt. Die Forderung stieg bis Januar 2026 auf über 37 Millionen Euro.

Streitpunkte und Mediation

Whaleco bestreitet sowohl die Kündigung der Vereinbarung als auch die Höhe der Forderungen und verweist auf angebliche Abrechnungsfehler und Dienstleistungsmängel. UPS hält diese Einwände für unbegründet. Richter Mark Sanfey hat die Klage auf die Handelsliste des Commercial Court in Dublin gesetzt. Whaleco signalisiert Bereitschaft zu einer Mediation, die vor der nächsten Anhörung im Mai 2026 angestrebt wird.

Regulatorischer Druck auf Temu

Neben dem Rechtsstreit untersucht die EU-Kommission mögliche Verstöße Temus gegen das Digitale-Dienste-Gesetz, insbesondere im Bereich Verbraucherrechte und Verkauf potenziell regelwidriger Produkte. In Deutschland läuft zudem ein Verfahren des Bundeskartellamts wegen möglicher Benachteiligung von Anbietern auf der Plattform.

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