Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) setzt sich dafür ein, dass staatlich verbindlich festgelegt wird, dass ein Paket in der Einzelzustellung künftig maximal 20 Kilogramm wiegen darf. Anlass war ein Besuch im DHL-Verteilzentrum Spandau – organisiert von Verdi, wie BZ Berlin berichtet – bei dem Wegner selbst schwere Sendungen beförderte, um auf die Belastung aufmerksam zu machen.
Kontext & Hintergrund
- Bisherige gesetzliche Grenze: Aktuell liegt die gesetzlich zulässige Maximalgrenze bei 31,5 Kilogramm pro Paket – eine Marke, die laut Wegner veraltet ist.
- Gesundheitliche Risiken: Verdi betont, dass Zusteller:innen wegen schwerer Sendungen vermehrt unter Rücken- und Muskel-Skelett-Erkrankungen leiden – tägliche Belastungen bleiben hoch.
- Politische Intention: Wegner möchte das Thema auf Bundesebene platzieren – mit Ausblick auf Debatte im Bundesrat, Beteiligung in Ministerpräsidentenkonferenzen und parteiinternen Dialogen.
Eindrücke vor Ort
Bei einem Besuch im Zustellzentrum probierte Wegner selbst, schwere Pakete zu verladen – und bestätigte, wie belastend körperlich intensives Tragen sein kann. Das Bild: Wegner stemmt Sendungen zwischen Fließband und Lieferwagen – ein Sinnbild für die tatsächlichen Herausforderungen im Alltag der Zusteller:innen.
Fazit
Der Vorschlag einer 20-Kilogramm-Obergrenze bei Einzelzustellungen ist mehr als symbolisch – er adressiert konkrete Arbeits- und Gesundheitsrisiken in der KEP-Branche. Wenn Gesetzgeber:innen und Unternehmen diesen Ansatz ernst nehmen, könnte das zu nachhaltigen Verbesserungen im Arbeitsschutz führen – und zeigt, wie politische Symbolkraft Alltagspolitik beeinflussen kann.

