Während des Amazon Prime Day vom 23. bis 26. Juni 2026 gaben US-Onlinekäufer:innen laut Adobe Analytics und Reuters mehr als 26,4 Milliarden US-Dollar aus – ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz hoher Inflation investierten sie verstärkt in langlebige Konsumgüter wie Elektronik, Haushaltsgeräte und Kinderartikel.
Rabattniveau stabil, aber Kaufkraft sinkt
Die durchschnittliche Bestellgröße sank laut Numerator von 53,34 auf 47,66 US-Dollar, was auf eine nachlassende Konsumkraft hindeutet. Die Rabatte blieben auf Vorjahresniveau: Elektronik wurde im Schnitt mit 24 Prozent Rabatt angeboten, Kleidung mit 24 Prozent und Spielzeug mit 20 Prozent.
Steuererstattungen als Kaufanreiz
Steuererstattungen in Höhe von durchschnittlich 3.462 US-Dollar im Jahr 2026 stärkten viele Verbraucher:innen finanziell und führten zu vermehrten Käufen von Produkten, die zuvor zurückgestellt wurden. Dieser Effekt dürfte zu den kommenden Feiertagen jedoch nicht mehr in gleichem Maße wirken.
Vorratskäufe und gezieltes Sparen
Käufer:innen nutzten den Prime Day, um sich mit Produkten für den Schulanfang, Hygieneartikel und Haushaltswaren einzudecken – Artikel, die ohnehin geplant waren. „Die Verbraucher sind müde und versuchen, mit knappen Mitteln bessere Angebote zu nutzen“, so Sonia Lapinsky von Alix Partners.
Fazit
Der Prime Day 2026 zeigt eine Konsument:innenschaft, die trotz Budgetrestriktionen weiterhin kauft, jedoch bewusster und mit Fokus auf Rabatte. Händler müssen mit attraktiven Angeboten rechnen, um die Nachfrage auch in der bevorstehenden Feiertagssaison zu halten.
