Der Berliner Online-Ersatzteilhändler Autodoc erwartet für 2026 ein Umsatzplus von elf bis 16 Prozent bei einem bereinigten EBITDA zwischen 170 und 195 Millionen Euro. Grundlage ist ein Rekordjahr 2025 mit 1,81 Milliarden Euro Umsatz und einem Jahresüberschuss von 58,8 Millionen Euro, berichtet Autoservicepraxis.de.
Starkes Wachstum im B2B-Segment und Marktplatzerweiterung
Besonders dynamisch entwickelte sich das B2B-Segment „Autodoc Pro“, das seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelte und in Frankreich erstmals die Marke von 100 Millionen Euro überschritt. Der Marktplatz wurde auf zehn Länder ausgeweitet und vernetzt Nutzer mit über 400 Drittanbietern in 150 Kategorien.
Investitionen in Logistik und Automatisierung
Zur Unterstützung des Wachstums eröffnete Autodoc ein neues 15.000 Quadratmeter großes Lager in Gent für Frankreich und die Benelux-Region. Parallel wird das Logistikzentrum im tschechischen Cheb mit einem automatisierten Shuttle-System modernisiert, das bis Ende 2026 einsatzbereit sein soll.
Finanzielle Stabilität und Ausblick
Die aktive Kundenbasis wuchs auf 9,3 Millionen, mit insgesamt 18,9 Millionen Bestellungen im Jahr 2025. Der Free Cashflow betrug 84 Millionen Euro, die Bilanz bleibt schuldenfrei. Der Vorstand plant einen Dividendenvorschlag von 70,6 Millionen Euro für 2025. CFO Lennart Schmidt betont: „Finanzielle Disziplin ist das Fundament unserer langfristigen Handlungsfähigkeit.“
CEO Dmitri Zadorojnii sieht das Unternehmen gut aufgestellt: „2026 wird ein Jahr, in dem wir die Früchte unserer strategischen Entscheidungen ernten.“ Autodoc setzt damit seinen hochprofitablen Wachstumskurs fort.
