Was ist passiert?
- Banken blockieren Zahlungen im Milliardenumfang: Deutsche Banken haben PayPal-Zahlungen im Umfang von über 10 Milliarden Euro gestoppt, nachdem sie verdächtige SEPA-Lastschriften ohne vorherige Betrugsprüfung entdeckt hatten. Laut Berichten wurde PayPals Sicherheitssystem teilweise oder vollständig ausgehebelt.
- Sicherheit hatte Priorität: Die Banken reagierten präventiv, um weitere potenzielle Schäden für Kund:innen zu verhindern. Sparkassen waren schnell wieder im normalen Betrieb, andere Institute arbeiteten dringlich an einer Lösung. Die Finanzaufsichten BaFin und CSSF wurden informiert.
- PayPal meldet Stabilisierung: PayPal bestätigte in einer Stellungnahme die Störung bei bestimmten Transaktionen, erklärte aber, dass der Fehler identifiziert und behoben wurde. Der Dienst sei inzwischen wieder „back to business as usual“.
Reaktionen im Handel
- Otto suspendiert PayPal-Zahlungen: Der Versandhändler Otto stoppte zwischenzeitlich alle PayPal-Zahlungen. Hintergrund ist die Unsicherheit im Transaktionsprozess und die Zuverlässigkeit des Dienstes während der Störung. Das habe der Hamburger Versandhändler auf Anfrage des Handelsblattes mitgeteilt.
Einschätzung & Empfehlungen
| Betroffene Partei | Wirkung |
|---|---|
| PayPal-Nutzer:innen & Händler:innen | Risiko von Liquiditätsengpässen und Zahlungsausfällen während der Störung |
| Banken & Regulierung | Reaktion auf Sicherheitslücken durch proaktive Zahlungsblocks |
| Handelsplattformen (z. B. Otto) | Vorübergehende Einstellung von PayPal als Zahlungsmethode zum Schutz der Kund:innen und Abläufe |
Handlungsempfehlungen für Händler:innen:
- Risikostreuung bei Zahlungsmethoden: Alternative Zahlungsarten (z. B. Kartenterminals, Sofortüberweisung, Klarna) bereithalten.
- Kommunikation klar gestalten: Wenn technische Störungen auftreten, sollte offen und schnell kommuniziert werden.
- Monitoring und Einsatzbereitschaft: Störungen ernst nehmen und eigene Check- & Eskalationsprozesse prüfen.
