Das niederländische Online-Supermarktunternehmen Picnic treibt die Automatisierung seiner Logistik weiter voran. Laut einem aktuellen Blogbeitrag wurde in den Lagerstandorten, unter anderem in Dordrecht, der gezielte Einsatz von Roboterarmen an Pickstationen (Goods‑to‑Person‑Systeme, GTP) gestartet.
Was steckt hinter der Automatisierung?
- Lange Automatisierungsgeschichte: Picnic nutzt bereits seit Jahren Robotik in Fulfillment-Zentren – im Lager Oberhausen etwa rund 1.500 robotergesteuerte Systeme.
- Roboterarme unterstützen Kommissionierung: In Dordrecht sind derzeit vier Roboterarme aktiv. Sie entnehmen volle Kisten und beladen damit Gestelle, die anschließend in Elektrofahrzeuge verladen und zum Kunden geliefert werden.
- Gezielte Ergänzung, kein Ersatz: Kommissionieren bleibt trotz Robotik personalintensiv. Die Roboter übernehmen vor allem nachts, am Wochenende oder in Pausen Aufgaben, die sich automatisieren lassen – ohne die menschliche Arbeit vollständig zu ersetzen.
- Technik trifft Alltag: Die Roboter arbeiten über dieselbe Softwareinfrastruktur (API-basierte Steuerung der GTP-Systeme) wie menschliche Mitarbeiter, was eine nahtlose Integration erlaubt.
- Messbare Verbesserungen: Picnic dokumentiert Pickgenauigkeit, Durchsatz, Stillstandzeiten und Reaktionsverhalten bei Fehlern, um das Zusammenspiel von Mensch und Maschine zu optimieren.
Warum ist das relevant?
- Bessere Effizienz: Roboterarme entlasten menschliche Kräfte bei Routineaufgaben und steigern potenziell Geschwindigkeit und Verlässlichkeit im Versandprozess.
- Flexible Einsatzmodelle: Durch Automation auch zu Randzeiten bleibt der Betrieb stabil – trotz Personalengpässen oder hoher Nachfrage.
- Datengetriebene Skalierung: Die gewonnenen Echtzeit-Daten ermöglichen gezielte Automatisierungsschritte und strategische Planung.
- Zukunft der Logistik: Picnic zeigt, wie menschliche und robotische Systeme sich im E-Fulfillment ergänzen können, um Agilität und Qualität zu erhöhen.
