USA‑Versandstopp: PostNord, Posten Bring und bpost pausieren Pakete – das bedeutet es für Händler

Drei europäische Postbetreiber – PostNord (Schweden/Dänemark), Posten Bring (Norwegen) und bpost (Belgien) – setzen den Paketversand mit Wareninhalt in die USA wie Reuters berichtet vorübergehend aus. Hintergrund ist die Aussetzung der De‑minimis‑Freigrenze (800 USD) ab 29.08.2025 durch eine Executive Order der US‑Regierung. Briefpost ohne Waren ist weiterhin möglich.

Wer ist konkret betroffen – und ab wann?

  • bpost (Belgien): Stopp für Warensendungen in die USA ab 22.08.2025. Briefe ohne Wareninhalt weiterhin möglich.
  • PostNord (Schweden/Dänemark): Temporäre Aussetzung ab 23.08.2025 wegen kurzer Umstellungsfrist und fehlender IT‑Lösungen.
  • Posten Bring (Norwegen): Ebenfalls ab 23.08.2025, Begründung: Unklare Details seitens US‑Zoll und fehlende Systemlösungen.

Hinweis: Einige Betreiber nennen zusätzlich Puerto Rico als betroffen.

Warum passiert das?

Die US‑Regierung setzt die globale De‑minimis‑Ausnahme für Sendungen unter 800 USD aus. Damit entfallen vereinfachte Verfahren und Abgabenfreiheit; künftig gelten „alle anfallenden Zölle“ und vollständige Formalitäten – kurzfristig technisch/organisatorisch nicht abbildbar für die genannten Postgesellschaften.

Was bedeutet das für deutsche Händler?

  • Nicht flächendeckend in Europa: Es handelt sich nicht um einen EU‑weiten Stopp, sondern um eine temporäre Pause einzelner Betreiber.
  • Deutsche Paketdienste: DHL prüft laut Medienanfrage das Vorgehen, DPD äußerte sich zunächst nicht. Es gibt noch keine generelle Entscheidung deutscher Paketdienste zum Stichtag so Onlinehändler-News.
  • Kosten & Laufzeiten: Ausweichen auf Express-/Kurierdienste (z. B. UPS, FedEx, DHL Express) ist möglich, aber teurer und ggf. mit mehr Formalitäten verbunden. (Einordnung basierend auf den neuen Zollanforderungen.)

Ausblick

Ob weitere nationale Postgesellschaften nachziehen, ist offen. Klar ist: Mit Wegfall der De‑minimis‑Freigrenze ab 29.08.2025 steigen Komplexität und Kosten für Low‑Value‑Shipments. Händler sollten kurzfristig operativ reagieren und mittelfristig ihre US‑Strategie (Fulfillment, Sortiment, Preissetzung) nachschärfen.

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