Amazon setzt seine umfassende Reorganisation fort und streicht im Rahmen organisatorischer Anpassungen weitere 16.000 Stellen, vor allem im Bürobereich. Dies ist einer der größten Einschnitte in der Unternehmensgeschichte und folgt auf den Abbau von rund 14.000 Stellen im Jahr 2025. Insgesamt summiert sich der Stellenabbau damit auf etwa 30.000 Positionen.
Internes Memo bestätigt Umfang der Kürzungen
Beth Galetti, Senior Vice President of People Experience and Technology bei Amazon, informierte die Mitarbeitenden in einem internen Schreiben über die geplanten Maßnahmen. Ziel der Reorganisation ist es, Managementebenen abzubauen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und Bürokratie zu reduzieren. Während viele Teams bereits im Oktober 2025 umstrukturiert wurden, folgen nun weitere Bereiche.
Unterstützung für betroffene Mitarbeitende
Betroffene Mitarbeitende erhalten in den USA in der Regel eine Frist von 90 Tagen, um sich intern neu zu bewerben. International gelten länderspezifische Regelungen. Wer keine neue Position findet oder nicht sucht, erhält Abfindungen, Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung und gegebenenfalls weiterhin Krankenversicherungsleistungen.
Fokus auf Organisation statt KI
Der Stellenabbau ist laut CEO Andy Jassy keine direkte Folge des KI-Fortschritts, sondern eine Reaktion auf eine zu komplexe Organisationsstruktur mit zu vielen Ebenen und Schnittstellen, die Geschwindigkeit und Innovationskraft bremsen.
Signalwirkung für die Tech-Branche
Amazon sendet mit dem Abbau ein starkes Signal an die Branche: Effizienz, klare Verantwortlichkeiten und schlanke Strukturen gewinnen angesichts wirtschaftlicher und technologischer Dynamik an Bedeutung. Der Konzern plant keine regelmäßigen Massenentlassungen, sondern kontinuierliche Anpassungen zur Optimierung der Innovationsfähigkeit.
