Amazon macht Fortschritte beim Aufbau seiner satellitengestützten Internetplattform Project Kuiper. Ziel ist die Bereitstellung von Breitband-Internet über eine Konstellation aus über 3.200 Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO), insbesondere für Regionen mit eingeschränkter Infrastruktur.
Aktueller Fortschritt – über 100 Satelliten im All
- Am 11. August 2025 startete Amazon den vierten Batch mit 24 Satelliten mittels SpaceX Falcon 9, wodurch die Gesamtzahl an Kuiper-Satelliten auf über 100 anwuchs — innerhalb von weniger als vier Monaten nach Beginn der vollen Serienproduktion.
- Zuvor waren prototypische Satelliten im Oktober 2023 geflogen, gefolgt von zwei Chargen zu je 27 Satelliten im April und Juni 2025 mit ULA Atlas V.
- Laut Amazon ist eine Beta-Version des Internetdienstes bereits für Ende 2025 oder Anfang 2026 vorgesehen, abhängig von weiteren erfolgreichen Starts.
Strategische Partnerschaft mit Australiens NBN Co
- In Australien wurde ein bedeutender Vertrag mit der staatlichen NBN Co abgeschlossen: Project Kuiper soll dort ab Mitte 2026 etwa 300.000 Haushalte in ländlichen und abgelegenen Gebieten mit schnellem Satelliten-Internet versorgen.
- Die angestrebte Geschwindigkeit liegt bei bis zu 400 Mbps, womit Kuiper sogar schneller sein könnte als das konkurrierende Starlink-System, das derzeit bei rund 220 Mbps liegt.
Fazit
Amazon bestätigt mit dem erreichten Meilenstein den fortgesetzten Ausbau seiner Satelliteninfrastruktur. Die rapide Expansion zeigt die technische Schlagkraft des Projekts – nicht zuletzt durch die Kooperation mit ULA und SpaceX als Startpartner.
Für den E-Commerce ergeben sich langfristige Perspektiven: Der universelle Internetzugang über Kuiper kann Online-Handel in bislang abgelegenen Regionen ermöglichen, neue Märkte erschließen und Services wie Prime, AWS oder Alexa effizienter skalieren. Zudem könnte Kuiper eine Plattform sein, um digitale Services in der last mile zu etablieren — etwa direkt über Satellit.
