Immer mehr Verbraucher:innen nutzen beim Online-Shopping „Buy now, pay later“ (BNPL) – also das Kaufen mit späterer Zahlung. Laut einer repräsentativen Umfrage der BaFin zahlen 20 % der 18- bis 60-Jährigen mit BNPL. Doch 14 % der Nutzer:innen haben schon einmal den Überblick über offene Rechnungen verloren, bei den Unter-30-Jährigen sind es sogar 24 %.
Häufig genutzte Zahlungsmethoden und Produkte
BNPL wird vor allem für Kleidung (55 %) und Elektronik (43 %) genutzt, aber auch für Möbel, Reisen und Körperpflege. 58 % der BNPL-Käufe erfolgen über Mobilgeräte. Rechnungskauf und Monatsrechnung werden oft aus Bequemlichkeit gewählt, bei Ratenzahlungen spielen auch Zahlungsaufschub und günstige Zinsen eine Rolle.
Schulden, Mahngebühren und finanzielle Engpässe
24 % der BNPL-Nutzer:innen gaben an, mehr Geld ausgegeben zu haben als geplant. 26 % mussten schon Mahngebühren zahlen, 21 % gerieten mit mindestens einer Rate in Verzug. 5 % haben monatliche Ausgaben über 500 Euro, 4 % Schulden über 1.000 Euro. Viele verlängern Zahlungsziele oder wandeln Rechnungen in Ratenzahlungen um, andere greifen auf Überziehungen, Kredite oder Unterstützung von Familie und Arbeitgeber zurück. 3 % suchten wegen BNPL-Problemen bereits Schuldnerberatung.
Gesetzliche Verschärfungen ab November 2026
Die EU überarbeitet das Verbraucherkreditrecht, um BNPL und ähnliche kurzfristige Kredite stärker zu regulieren. Das deutsche Umsetzungsgesetz soll ab dem 20. November 2026 gelten. Künftig müssen Verbraucher:innen vor dem Kauf klar über die Kreditnatur von BNPL informiert werden, und auch die Bonität wird stärker berücksichtigt.
