Die Dekorationskette Depot befindet sich inmitten eines umfassenden Restrukturierungsprozesses. Nach der im Juli 2024 eingeleiteten Insolvenz im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens plant das Unternehmen, bis Ende des Jahres 27 weitere Filialen zu schließen. Bereits zuvor wurden 17 Standorte aufgegeben, sodass das Filialnetz nun auf 285 Geschäfte reduziert wird.
Geschäftsführer Christian Gries betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass unrentable Filialen konsequent geschlossen werden: „Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen.“ Von den insgesamt 3.350 Mitarbeitenden sind etwa 50 von Entlassungen betroffen; die Mehrheit soll an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden. In der Unternehmenszentrale wurde die Belegschaft bereits von 650 auf 500 Mitarbeitende reduziert.
Trotz der Herausforderungen strebt Depot an, den Regelbetrieb ab Mitte 2025 wieder aufzunehmen. Ein zentraler Bestandteil der Neuausrichtung ist die Transformation zu einem Concept-Store mit einem hochwertigeren und selektiveren Sortiment. Bereits jetzt wurde die Artikelanzahl um 30 Prozent reduziert, und es ist geplant, neue Marken in das Sortiment aufzunehmen, um das Einkaufserlebnis zu verbessern.
Die Insolvenz von Depot reiht sich in eine Serie von Unternehmensinsolvenzen im deutschen Einzelhandel ein. Auch andere namhafte Unternehmen wie Esprit, Scotch & Soda und The Body Shop mussten in den letzten Monaten Insolvenz anmelden.
Für Kund:innen bedeutet die aktuelle Situation, dass sie sich auf Veränderungen im Filialnetz und Sortiment einstellen müssen. Depot plant jedoch, durch die Neuausrichtung ein attraktiveres Einkaufserlebnis zu bieten und langfristig wieder wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
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