Wie aus der Meldung der Deutschen Presseagentur bei N-TV hierzu hervorgeht erleben wir aktuell einen drastischen Anstieg abgelehnter Importe aus China – um fast 180 % auf 48 139 Artikel in 2024. Hauptziel waren Produkte aus den Bereichen Gesundheit, Haushalt und Elektronik, die gegen EU-Normen zur Produktsicherheit verstoßen.
Laut dpa-Bericht stammten über 80 % der beanstandeten Produkte aus China – deutlich mehr als bei anderen Herkunftsländern. Der zweit- und dritthäufigste Ursprung waren die USA (3.247 Artikel) und das Vereinigte Königreich (2.120 Artikel).
E-Commerce-Verkehr explodiert – doch Kontrollen fehlen
Die Zahl importierter Low-Value-Güter (unter 150 €) explodierte geradezu: Von 2,3 Mrd. Paketen in 2023 auf über 4,6 Mrd. in 2024 – täglich also rund 12 Mio. Sendungen, vorwiegend aus China.
Demgegenüber sank die Prüfungsquote auf nur 82 Artikel pro Million Importsendungen – ein Rückgang von 124 im Vorjahr. Das entspricht einer Prüftiefe von nur 0,0082%.
EU fordert schnellere Maßnahmen
Zur besseren Kontrolle ruft die EU-Kommission zu strikteren Zoll-, Prüf- und Einfuhrverfahren auf. Sie fordert mehr Ressourcen für nationale Behörden und schlägt u. a. die Aufhebung der Steuerfreigrenze auf Sendungen unter 150 € vor.
Bedeutung für Händler:innen & Plattformen
- Druck auf Compliance-Kette: Händler:innen sind auf sichere Lieferketten und geprüfte Lieferanten angewiesen, sonst drohen Abweisungen oder Rückrufaktionen.
- Kosten für Sicherheit steigen: Zollstrafen, teils kostspielige Sicherheitszertifikate und neue Prüfungsverfahren erhöhen operative Risiken bei Importen.
- Marktregeln verschärfen sich: Die EU treibt mit der Neugestaltung der Zollprozesse das Ziel voran, nur regelkonforme Waren in den Binnenmarkt zu lassen.
