Die Verbraucherzentrale warnt vor einer zunehmenden Flut gefälschter Werbeinhalte für Nahrungsergänzungsmittel, die mit Prominenten, Ärzten und Behördenlogos werben – ohne deren Wissen oder Zustimmung. Besonders betroffen sind Produkte für Herz-Kreislauf, Diabetes, Arthrose, Gewichtsreduktion sowie Erektions- und Prostatabeschwerden.
Wie die Masche funktioniert
Die Betrüger nutzen Deepfakes, gefälschte Online-Magazine, manipulierte Social-Media-Beiträge und KI-generierte Videos oder Audios, um glaubwürdige Empfehlungen vorzutäuschen. Prominente wie Dieter Bohlen oder Ärzte wie Dr. Eckart von Hirschhausen werden dabei instrumentalisiert. Auch renommierte Institutionen wie die Charité oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) werden missbräuchlich genannt oder deren Logos verwendet – obwohl diese keine Produktempfehlungen aussprechen.
Gefährliche Versprechen und Risiken
Die beworbenen Produkte versprechen oft „Wunderheilungen“ oder Lifestyle-Vorteile, etwa die Heilung von Bluthochdruck, Gewichtsreduktion mit angeblichen GLP-1-Alternativen oder verbesserte Lebenserwartung. Teilweise werden Verbraucher sogar aufgefordert, verschriebene Medikamente abzusetzen – ein erhebliches Gesundheitsrisiko.
Relevanz für Online-Händler
Online-Händler sollten ihre Produktpalette kritisch prüfen: Wer ist der tatsächliche Anbieter? Sind Wirkversprechen belegbar? Werden bekannte Namen oder Siegel legitim verwendet? Unseriöse Angebote können das Vertrauen der Kundschaft schädigen und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Schutz vor Betrug
Verbraucher:innen sollten bei Verdacht auf Fake-Werbung die Verbraucherzentralen informieren. Zudem gibt es Checklisten und Fakeshop-Finder, die bei der Erkennung unseriöser Anbieter helfen. Ein Blick ins Impressum kann ebenfalls Aufschluss über die Seriosität eines Shops geben.
