Meta kündigt an, die Kosten für Werbetreibende auf seinen Plattformen ab dem 1. Juli 2026 um eine Gebühr von zwei bis fünf Prozent zu erhöhen. Damit will das Unternehmen die Belastungen durch Digitalsteuern in mehreren europäischen Ländern ausgleichen, berichtet Reuters.
Gebühr in sechs europäischen Ländern
Die Zusatzgebühr orientiert sich an der Höhe der jeweiligen Digitalsteuer und gilt in Großbritannien (2 %), Frankreich, Italien und Spanien (je 3 %) sowie in Österreich und der Türkei (5 %). Entscheidend ist der Ort, an dem die Werbeanzeige ausgespielt wird, nicht der Unternehmenssitz des Werbetreibenden.
Hintergrund der Maßnahme
Meta hatte die zusätzlichen Kosten bislang selbst getragen. Die Weitergabe an Werbetreibende ist Teil der Reaktion auf sich ändernde regulatorische Anforderungen und zur Einhaltung von Industriestandards. Mehrere europäische Länder haben Digitalsteuern eingeführt, da US-Konzerne dort hohe Umsätze erzielen, aber vergleichsweise wenig Steuern zahlen. Eine EU-weite Digitalsteuer wurde zuletzt diskutiert, aber vorerst gestoppt. Deutschland hat bislang keine solche Steuer eingeführt.
