Meta erweitert sein KI-Angebot um ein neues Bildgenerierungsmodell. Mit Muse Image stellt das Unternehmen seine erste Bild-KI aus den Meta Superintelligence Labs vor. Die Technologie ist zunächst in Meta AI verfügbar und soll künftig auch in Instagram, WhatsApp, Facebook, Messenger sowie in Werbelösungen für Unternehmen integriert werden.
Muse Image soll Bildgenerierung vereinfachen
Mit Muse Image können Nutzer Bilder per natürlicher Sprache erstellen oder bestehende Fotos bearbeiten. Nach Angaben von Meta verarbeitet das Modell auch komplexe Anfragen und kombiniert mehrere Bildquellen zu neuen Motiven. Die erstellten Inhalte lassen sich anschließend herunterladen oder direkt in Chats, Stories oder Feeds teilen.
Neben klassischen Bildgenerierungen unterstützt Muse Image verschiedene Bearbeitungsfunktionen. So können beispielsweise störende Objekte aus Fotos entfernt, Räume neu gestaltet oder mehrere Bilder miteinander kombiniert werden. Auch die Darstellung von Text innerhalb generierter Grafiken wurde laut Meta verbessert und soll künftig besser lesbar sein.
Integration in Instagram und WhatsApp startet
Die neue Technologie wird nicht ausschließlich über die Meta-AI-App bereitgestellt. Bereits zum Start führt Meta mehr als 30 KI-Effekte für Instagram Stories ein. Zusätzlich können Nutzer in ausgewählten Ländern Bilder direkt innerhalb von WhatsApp-Unterhaltungen mit Meta AI generieren.
In den kommenden Monaten soll Muse Image außerdem für Facebook und Messenger verfügbar werden. Auch Werbetreibende erhalten Zugriff: Meta plant, die Technologie in den nächsten Wochen in Meta Advantage+ Creative zu integrieren, damit Unternehmen KI-gestützte Werbemittel automatisiert erstellen können.
KI plant Bilder vor der eigentlichen Erstellung
Laut Meta unterscheidet sich Muse Image von bisherigen Bildgeneratoren dadurch, dass das Modell Bildanfragen zunächst analysiert und strukturiert. Dabei kombiniert es interne Planungsprozesse mit Kontextinformationen und mehreren visuellen Referenzen.
So lassen sich beispielsweise Haustiere in bekannte Kunstwerke integrieren, Selfies mit Urlaubsfotos kombinieren oder individuelle Grafiken und Einladungen erstellen. Außerdem können Nutzer Bereiche eines Bildes markieren oder skizzieren, um gezielt Änderungen vorzunehmen, ohne den Erstellungsprozess neu beginnen zu müssen.
Instagram-Inhalte können in Bilder einfließen
Eine weitere Funktion ermöglicht es, öffentliche Instagram-Profile direkt in Bildgenerierungen einzubeziehen. Nutzer können dazu Instagram-Konten innerhalb der Meta-AI-App markieren. Die öffentlichen Inhalte dienen anschließend als Grundlage für personalisierte Grafiken oder gemeinsame Kreativprojekte.
Meta betont, dass Nutzer selbst festlegen können, ob ihre öffentlichen Inhalte für diese Funktion verwendet werden dürfen. Dafür steht eine entsprechende Einstellung zur Verfügung.
Inspiration durch Vorlagen und Raumgestaltung
Zusätzlich führt Meta eine Sammlung vorbereiteter Eingabevorlagen ein. Diese sogenannten Presets sollen den Einstieg erleichtern und ermöglichen unter anderem Stiltransformationen, Retro-Effekte oder die Umwandlung eigener Fotos in verschiedene Illustrations- und Animationsstile.
Darüber hinaus kann Muse Image Fotos von Wohnräumen analysieren und Einrichtungsvorschläge erstellen. Dabei greift die KI nach Angaben des Unternehmens auf reale Produkte aus dem Internet oder dem Facebook Marketplace zurück und visualisiert alternative Einrichtungskonzepte.
Weitere Funktionen bereits angekündigt
Muse Image steht zunächst kostenlos für alltägliche Anwendungen innerhalb von Meta AI zur Verfügung. Nutzer mit einem kostenpflichtigen Meta-Abonnement sollen künftig höhere Nutzungslimits erhalten.
Parallel arbeitet Meta bereits an Muse Video, einer KI für die Videogenerierung. Damit will das Unternehmen seine KI-Plattform künftig über die reine Bildgenerierung hinaus erweitern.
Quelle: Pressemitteilung Meta , 09. Juli 2026
