Die Douglas-Tochter Parfumdreams zieht sich weitgehend aus dem stationären Handel zurück und schließt bis Ende Juni zehn von aktuell 18 Filialen, berichtet die Lebensmittel Zeitung. Rund 45 Arbeitsplätze entfallen im Zuge der Maßnahme, die den Strukturwandel im Beauty-Handel und die zunehmende Verlagerung hin zu digitalen Geschäftsmodellen widerspiegelt.
Deutlicher Einschnitt im Filialnetz
Besonders betroffen sind Standorte in Süddeutschland, vor allem in Baden-Württemberg und Hessen. Die Schließungen markieren einen tiefgreifenden Einschnitt im stationären Geschäft, das für Parfumdreams seit der Douglas-Übernahme 2018 zunehmend an Bedeutung verliert.
Rückkehr zum digitalen Kerngeschäft
Parfumdreams war ursprünglich als reiner Onlinehändler positioniert und zählt zu den etablierten Anbietern im digitalen Beauty-Markt. Mit dem Rückbau des Filialnetzes konzentriert sich das Unternehmen wieder stärker auf skalierbare E-Commerce-Modelle und digitale Vertriebskanäle.
Verändertes Konsumverhalten und Marktbedingungen
Der Onlineanteil im Beauty-Markt wächst kontinuierlich, während die Kundenfrequenz in Innenstädten vielerorts zurückgeht. Gleichzeitig steigt der Wettbewerb im digitalen Raum, der mit anderen Kostenstrukturen und besseren Skaleneffekten verbunden ist. Für Anbieter wie Parfumdreams wird der Onlinevertrieb zum zentralen Wachstumstreiber.
Stationärer Handel unter Druck
Hohe Mieten, steigende Personalkosten und veränderte Kundenbedürfnisse setzen spezialisierte Fachgeschäfte unter Druck. Auch Douglas selbst hat sein Filialnetz bereits angepasst und verfolgt eine konsequente Digitalstrategie.
Teil einer langfristigen Konzernstrategie
Die Maßnahme bei Parfumdreams fügt sich in die übergeordnete Ausrichtung der Douglas-Gruppe ein, die verstärkt in digitale Plattformen, Datenanalyse und Omnichannel-Konzepte investiert. Filialen ohne klare strategische Rolle verlieren zunehmend an Bedeutung.
Ausblick
Für die betroffenen Mitarbeitenden werden derzeit Lösungen geprüft. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass sich der Rückzug aus dem stationären Geschäft fortsetzen wird. Die Entwicklung unterstreicht den Trend zur weiteren Konsolidierung im Beauty-Handel mit wachsender Dominanz digitaler Geschäftsmodelle.
