Regelinsolvenzen im August 2025 deutlich gestiegen

Die Zahl der Regelinsolvenzen in Deutschland ist im August 2025 weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, registrierten die Amtsgerichte 1.796 Fälle – ein Anstieg von 21 % im Vergleich zum August 2024. Damit setzt sich der Trend steigender Insolvenzen fort.

Branchenschwerpunkte

Besonders stark betroffen waren erneut:

  • Baugewerbe
  • Handel (Einzel- und Großhandel)

Hier verzeichnen die Gerichte seit Monaten überdurchschnittliche Steigerungen. Gestiegene Kosten, Nachfrageschwäche und Finanzierungsprobleme belasten diese Sektoren besonders.

Vergleich zur Gesamtentwicklung

  • Im Juli 2025 hatten die Gerichte bereits einen Zuwachs von 22 % gegenüber dem Vorjahresmonat gemeldet.
  • Im bisherigen Jahresverlauf 2025 liegen die Insolvenzen damit durchgehend zweistellig über Vorjahr.

Damit bestätigt sich, dass die Belastungen durch hohe Zinsen, schwache Binnenkonjunktur und nachlassende Konsumlaune auch 2025 weiter anhalten.

Bedeutung für Handel & E-Commerce

Für Händler:innen sind die Zahlen ein Warnsignal:

  • Stationärer Handel bleibt von Insolvenzen besonders betroffen – vor allem kleine und mittlere Betriebe.
  • E-Commerce ist indirekt betroffen, wenn Zulieferer, Logistikpartner oder Markenhersteller in Schieflage geraten.
  • B2B-Absicherung gewinnt an Bedeutung: Kreditversicherung und Bonitätsprüfungen bleiben essenziell, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.
eCommerce Watchblog
eCommerce Watchblog
Der eCommerce Watchblog ist das unabhängige Onlinemagazin für Entscheider, Händler und Macher in der digitalen Handelswelt. Wir berichten tagesaktuell über Entwicklungen, Trends und Strategien rund um E-Commerce, Logistik, Amazon-Marktplätze und digitales Marketing. Mit einem klaren Blick auf das Wesentliche liefern wir Hintergründe, Analysen, Expertenmeinungen und praxisnahe Tipps – für alle, die den Onlinehandel von morgen mitgestalten wollen.

Das könnte dir auch gefallen!

MEHR AUS DIESER KATEGORIE