Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Jahr 2025 auf 24.064 Fälle gestiegen, was einem Anstieg von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit wurde der höchste Stand an Firmenpleiten seit 2014 erreicht. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 war die Zahl der Insolvenzen jeweils um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Entwicklung der Forderungen und Branchenbelastung
Die Forderungen der Gläubiger aus den Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf rund 47,9 Milliarden Euro, ein Rückgang gegenüber 58,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Dies liegt vor allem daran, dass weniger Großinsolvenzen mit Forderungen von mindestens 25 Millionen Euro verzeichnet wurden (-15,6 %).
Die höchste Insolvenzhäufigkeit gab es im Bereich Verkehr und Lagerei mit 133 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, gefolgt vom Gastgewerbe (108) und Baugewerbe (104). Auch wirtschaftliche Dienstleistungen wie Zeitarbeitsfirmen waren mit 100 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen überdurchschnittlich betroffen.
Anstieg der Verbraucherinsolvenzen
Auch bei den Verbraucherinsolvenzen zeigte sich ein Anstieg: 2025 wurden insgesamt 77.219 Privatinsolvenzen registriert, 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Dezember 2025 lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 2.037 Fällen um 13,7 Prozent höher als im Dezember 2024, während Verbraucherinsolvenzen im gleichen Monat um 12,3 Prozent zunahmen.
Hintergrund und Ausblick
Die Insolvenzstatistik erfasst nur Insolvenzen, die im Rahmen eines Insolvenzverfahrens gemeldet werden. Die tatsächlichen Insolvenzanträge liegen oft mehrere Monate vor der Registrierung. Die Entwicklung zeigt eine anhaltende Belastung für Unternehmen und Verbraucher in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld.
