Die USA schaffen die bisherige Zollfreigrenze für Importe ab. Ab dem 29. August 2025 gilt: Alle Warensendungen in die USA unterliegen Importzöllen, unabhängig vom Warenwert. Damit entfällt die bisherige De-Minimis-Grenze von 800 USD.
Für Onlinehändler hat diese Entscheidung weitreichende Folgen. Besonders betroffen ist der postalische Warenversand: DHL, PostNord, BPost und weitere europäische Postgesellschaften setzen den Versand von Paketen und Warenpost in die USA ab dem 25. August 2025 vorübergehend aus.
Hintergrund: Executive Order aus Washington
Die neue Regelung basiert auf der Executive Order „Suspending Duty-Free De Minimis Treatment For All Countries“, die am 30. Juli 2025 veröffentlicht wurde. Sie verpflichtet Postgesellschaften weltweit, Zölle auch für Kleinsendungen zu erheben und umfangreiche Daten an die US-Zollbehörde CBP (Customs and Border Protection) zu übermitteln.
Noch sind viele Prozessfragen offen – etwa, wie die Zollgebühren eingezogen werden oder wie die Datenübermittlung technisch umgesetzt wird. DHL kündigte an, den postalischen Versand „so schnell wie möglich“ wieder zu ermöglichen, sobald die Vorgaben finalisiert sind.
Alternative: Versand mit DHL Express
Warenversand in die USA bleibt dennoch möglich: Über DHL Express können Händler weiterhin Pakete verschicken. Mehr Informationen gibt es unter DHL Express – weltweiter Versand.
👉 Fazit für Onlinehändler:
Die Abschaffung der Zollfreigrenze in den USA bedeutet mehr Bürokratie, höhere Kosten und neue Versandprozesse. Händler sollten ihre Exportstrategien in die USA jetzt überprüfen und frühzeitig auf alternative Versandwege umstellen.
