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Amazon startet Medikamentenautomaten in One Medical-Praxen in Los Angeles für schnellere Patientenversorgung

Amazon Pharmacy installiert in ausgewählten One Medical-Praxen in Los Angeles Medikamentenautomaten für schnelle Abholung nach Arzttermin. Ziel ist verbesserte Patientenversorgung.
Foto: Amazon Foto: Amazon
Foto: Amazon

Amazon geht im Heimatmarkt USA einen weiteren Schritt in Richtung patientenzentrierte Gesundheitsversorgung und installiert in ausgewählten One Medical-Praxen in Los Angeles rezeptpflichtige Medikamentenautomaten. Die Kioske, betrieben von Amazon Pharmacy, ermöglichen es Patient:innen, Medikamente direkt nach dem Arzttermin innerhalb weniger Minuten abzuholen – ohne Umweg über die Apotheke.

Direktversorgung soll Therapieerfolg verbessern

Die Automaten sind mit häufig verschriebenen Medikamenten wie Antibiotika, Inhalatoren und Blutdruckmitteln bestückt. Das Sortiment variiert je nach Standort und orientiert sich an den Verschreibungsprofilen der jeweiligen Praxis. Hannah McClellan, Vice President of Operations bei Amazon Pharmacy, betont: „Wir wissen, dass viele Patient:innen ihre Rezepte nicht einlösen, wenn sie dafür extra zur Apotheke müssen. Mit den Kiosken wollen wir eine dieser Barrieren abbauen und einen sofortigen Therapiebeginn ermöglichen.“

Laut CNBC berichten nur etwa die Hälfte der Patient:innen von einer schnellen Medikamentenausgabe in Apotheken. Zudem gelten rund 25 Prozent der US-amerikanischen Nachbarschaften als „Pharmacy Deserts“ – Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Apotheken. Die Folge sind verzögerte Behandlungen und höhere Gesundheitskosten. Amazon will diesen Versorgungsengpass zunächst in Los Angeles schließen, unter anderem in Downtown, West LA, Beverly Hills, Long Beach und West Hollywood. Weitere Standorte sind geplant.

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So funktionieren die Kioske

Voraussetzung für die Nutzung ist, dass der behandelnde Arzt das Rezept digital an Amazon Pharmacy übermittelt. Patient:innen können dann in ihrem Amazon-App-Profil die Option „Kiosk-Abholung“ wählen, dort bezahlen und erhalten einen QR-Code. Nach dem Scan am Automaten erfolgt ein letzter Check durch einen Apotheker via Video oder Telefon, bevor das Medikament ausgegeben wird.

McClellan unterstreicht, dass die Automaten keine Apotheker ersetzen, sondern deren Kompetenz näher an den Ort der Behandlung bringen sollen. Die pharmazeutische Beratung bleibt somit ein zentraler Bestandteil des Versorgungserlebnisses.

Teil eines größeren Gesundheitsplans von Amazon

Die Automaten sind das jüngste Kapitel in Amazons langfristiger Gesundheitsstrategie. Seit dem Kauf der Online-Apotheke PillPack im Jahr 2018 und dem Start von Amazon Pharmacy 2020 verfolgt der Konzern eine vertikal integrierte Gesundheitsversorgung. Mit der Übernahme des US-Ärztenetzwerks One Medical im Jahr 2022 für rund 3,9 Milliarden US-Dollar stärkte Amazon sein Engagement im Bereich der primären Versorgung.

Die neuen Kioske verbinden erstmals stationäre ärztliche Betreuung mit einem innovativen Abgabeprozess. Ein weiterer Ausbau – auch außerhalb von One Medical – ist bereits angedacht. Ziel ist es, den Zugang zu Medikamenten überall dort zu erleichtern, wo eine schnelle Versorgung den Unterschied machen kann.

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