Die EU-Staatsanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit griechischen Behörden im Hafen von Piräus 2.400 Container aus China beschlagnahmt. Laut Ermittlungen handelt es sich um die größte Razzia in der Geschichte der Europäischen Union.Dabei soll es sich um die größte Razzia der EU-Geschichte handeln, wie das Handelsblatt berichtet.
Illegale Importpraktiken
Die Container enthielten u. a. E-Bikes, Kleidung und Schuhe. Importeur:innen sollen nur 10–15 % des tatsächlichen Warenwertes angegeben haben, um Zölle und Mehrwertsteuer zu umgehen.
Umfang des Schadens
- Geschätzter Schaden: rund 800 Millionen Euro.
- Das Netzwerk soll seit mindestens acht Jahren aktiv gewesen sein.
- Mindestens sechs Personen wurden angeklagt, darunter zwei Zollbeamte, die falsche Einfuhrpapiere ausgestellt haben sollen.
Bedeutung für den Handel
Der Fall zeigt die Dimension von illegalen Billigimporten und den Wettbewerbsdruck für legale Händler. Besonders im E-Commerce stellen solche Waren massive Konkurrenz dar, da sie zu Preisen angeboten werden, die durch Steuerhinterziehung möglich werden.