Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft 2026. Für November und Dezember erwartet der Verband laut seiner Prognose vom 3. November ein Umsatzplus von 2 Prozent auf 129,2 Milliarden Euro. Nach Abzug der Inflation bleibt laut dpa-AFX ein Plus von etwa 1 Prozent. Die Zahl umfasst den gesamten Einzelhandel, also auch Alltagseinkäufe und nicht nur Geschenke.
Onlinehandel wächst doppelt so stark
Für den Onlinehandel erwartet der HDE im Weihnachtsgeschäft 2026 laut Onlinehändler News ein Plus von 4,1 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Damit wächst der Onlinehandel doppelt so stark wie der Einzelhandel insgesamt.
Weihnachtsgeschäft 2026: 262 Euro Geschenkbudget
Grundlage der Prognose ist auch eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des HDE. YouGov befragte laut dpa-AFX vom 13. bis 15. Oktober knapp 2.100 Menschen ab 18 Jahren. Demnach wollen Verbraucher im Schnitt 262 Euro für Geschenke ausgeben, einen Euro weniger als im Vorjahr. In den Umfragen 2023 und 2024 lag der Wert noch bei knapp 300 Euro.
- Mehr als die Hälfte der Befragten plant Ausgaben auf Vorjahresniveau.
- 10 Prozent wollen mehr ausgeben, 24 Prozent weniger.
- Am häufigsten verschenken die Befragten Gutscheine, danach folgen Spielwaren, Bücher, Kosmetik und Bekleidung.
„Die Zeichen stehen auf Stabilität“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut dpa-AFX. „Zu Weihnachten gönnt man sich etwas, Geschenke werden gekauft und nachgefragt.“
Händler blicken skeptisch auf das Weihnachtsgeschäft
Die Händler selbst sehen das Weihnachtsgeschäft 2026 dagegen deutlich zurückhaltender. In einer HDE-Umfrage unter 300 Unternehmen rechnen laut Onlinehändler News zwei Drittel mit einem schwächeren Weihnachtsgeschäft als 2025. Nur 11 Prozent erwarten ein besseres. Im Nicht-Lebensmittelhandel erwarten 56 Prozent ein schlechteres oder deutlich schlechteres Geschäft.
- 85 Prozent gehen davon aus, dass Kunden stärker auf den Preis achten.
- 29 Prozent glauben, dass sich Kunden die Freude am Weihnachtseinkauf auch in schwierigen Zeiten nicht nehmen lassen.
- Knapp ein Viertel erwartet keine Folgen der schlechten Stimmung für den Geschenkekauf.
Außerdem nennen viele Unternehmen als Belastung laut Onlinehändler News steigende Energie- und Personalkosten sowie Bürokratie.
Mehr zum Weihnachtsgeschäft: GLS Weihnachtsfristen 2026: Pakete bis 21. Dezember abgeben.
Quellen: HDE, Pressekonferenz, 03.11.2026; dpa-AFX via onvista, 03.11.2026; Onlinehändler News, 04.11.2026