Microsoft setzt seinen Umbau fort und reduziert die weltweite Belegschaft um rund zwei Prozent. Insgesamt fallen 4.800 Arbeitsplätze weg. Betroffen sind vor allem die Xbox-Sparte sowie der Geschäftsbereich für Unternehmenskunden. Gleichzeitig investiert der Technologiekonzern weiterhin massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur.
Stellenabbau betrifft mehrere Unternehmensbereiche
Microsoft hat den Abbau von 4.800 Stellen angekündigt. Nach Unternehmensangaben entfallen die Kürzungen insbesondere auf die Gaming-Sparte Xbox und den Geschäftskundenbereich. Insgesamt entspricht dies rund zwei Prozent der weltweiten Belegschaft.
Innerhalb der Xbox-Sparte sollen zunächst etwa 1.600 Arbeitsplätze entfallen. Weitere Einschnitte sind bis zum Geschäftsjahr 2027 vorgesehen. Microsoft betont, dass die gestrichenen Stellen nicht direkt durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden. Gleichzeitig verändere der zunehmende Einsatz von Automatisierung die Arbeitsabläufe und die Organisation innerhalb des Unternehmens.
Xbox steht unter wirtschaftlichem Druck
Ein wesentlicher Grund für die Einsparungen liegt in der Entwicklung des Konsolengeschäfts. Nach Unternehmensangaben belasten steigende Chippreise sowie eine insgesamt schwächere Nachfrage nach Spielekonsolen die Profitabilität der Xbox-Sparte.
Hinzu kommt, dass die Gewinnmargen im Konsolengeschäft deutlich unter denen der Wettbewerber liegen. Um die gestiegenen Kosten auszugleichen, hatte Microsoft bereits Preiserhöhungen für die Xbox angekündigt. In den USA kostet das günstigste Modell ab dem 1. August 2026 künftig 500 US-Dollar. Angaben zu möglichen Preisanpassungen in Europa liegen bislang nicht vor.
Milliardeninvestitionen in KI laufen weiter
Während Microsoft an verschiedenen Stellen Kosten reduziert, setzt das Unternehmen seine Investitionen in den Ausbau von Rechenzentren und KI-Technologien fort. Für das laufende Jahr sind Investitionen in Höhe von rund 190 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur geplant.
Der Ausbau leistungsfähiger Rechenzentren sorgt gleichzeitig für eine hohe Nachfrage nach Computerchips. Die dadurch steigenden Hardwarekosten treffen unter anderem auch das Gaming-Geschäft und erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf einzelne Unternehmensbereiche.
Technologiekonzerne setzen Sparprogramme fort
Microsoft steht mit den angekündigten Maßnahmen nicht allein. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche internationale Technologieunternehmen ihre Kostenstrukturen angepasst und Stellen abgebaut. Gleichzeitig investieren viele Konzerne Milliardenbeträge in den Ausbau von Cloud-Diensten, Rechenzentren und Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz.
Der Stellenabbau bei Microsoft verdeutlicht damit den aktuellen Wandel der Branche: Unternehmen investieren verstärkt in Zukunftstechnologien, während gleichzeitig bestehende Geschäftsbereiche auf Effizienz und Profitabilität überprüft werden.
Quelle: Welt.de , 07. Juli 2026