Das ifo Institut hat kurz vor dem Auslaufen des staatlichen Tankrabatts zum 30. Juni 2026 festgestellt, dass die Entlastung bei den Kraftstoffpreisen in Deutschland nicht vollständig an die Verbraucher:innen weitergegeben wurde. Während Superbenzinpreise (E5 und E10) um rund 16 bis 17 Cent pro Liter unter den Vergleichswerten ausländischer Tankstellen ohne Rabatt lagen, betrug die Weitergabe beim Diesel nur etwa 73 Prozent, was einer Differenz von etwa 12 Cent entspricht.
Wirkung und Kosten des Tankrabatts
Ohne den Tankrabatt hätten die Preise für Superbenzin im Juni im Tagesdurchschnitt wohl über zwei Euro pro Liter gelegen. Die Maßnahme hat somit grundsätzlich entlastet, jedoch blieb ein Teil der staatlichen Unterstützung, insbesondere beim Diesel, bei den Mineralölunternehmen hängen. Insgesamt kostete der Rabatt den Staat rund 1,6 Milliarden Euro.
Ausblick auf die Preisentwicklung
Mit dem Ende des Tankrabatts wird ab Juli 2026 wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen gerechnet. Die Höhe der Preissteigerungen hängt maßgeblich von der Entwicklung des Ölpreises ab, der zuletzt gesunken ist. Eine mögliche Entspannung im geopolitischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte zu einer Stabilisierung der Öl- und Kraftstoffpreise führen.
Fazit
Der Tankrabatt zeigt die Grenzen staatlicher Eingriffe in volatile Märkte: Kurzfristige Preisentlastungen sind möglich, jedoch ist die vollständige Weitergabe an die Verbraucher nicht garantiert. Verbraucher sollten sich auf mögliche Preisanstiege einstellen und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.