Tchibo testet digitalen Reparaturservice für Kleidung

Tchibo testet einen digitalen Reparaturservice für Kleidung. Das sechsmonatige Pilotprojekt soll die Lebensdauer von Textilien verlängern.
Foto: Tchibo Foto: Tchibo
Foto: Tchibo

Tchibo erweitert seine Aktivitäten im Bereich Kreislaufwirtschaft und startet einen neuen Reparaturservice für Bekleidung. Im Rahmen eines zunächst auf sechs Monate angelegten Pilotprojekts können Kundinnen und Kunden ausgewählte Kleidungsstücke online zur professionellen Reparatur einschicken. Der Test läuft zunächst ausschließlich in Deutschland.

Reparaturservice soll Lebensdauer von Kleidung verlängern

Mit dem Projekt „Trag Gutes Weiter“ möchte Tchibo Reparaturen einfacher in den Alltag integrieren und die Nutzungsdauer von Textilien verlängern. Der gesamte Ablauf erfolgt digital: Nach der Online-Anmeldung erhalten Kundinnen und Kunden ein Versandlabel, senden das Kleidungsstück ein und erhalten es nach der Reparatur innerhalb von etwa zwei Wochen zurück.

Zum Start können unter anderem folgende Produktgruppen repariert werden:

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  • Hosen
  • Jacken
  • Röcke und Kleider
  • Rucksäcke
  • Ski- und Kinderbekleidung

Kleinere Arbeiten wie das Annähen von Knöpfen gehören bewusst nicht zum Angebot. Stattdessen stellt Tchibo hierfür digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Videos bereit.

Zusammenarbeit mit Repair Rebels und Bridge&Tunnel

Für das Pilotprojekt arbeitet Tchibo mit zwei spezialisierten Partnern zusammen. Das Düsseldorfer Startup Repair Rebels übernimmt die digitale Abwicklung und organisiert den gesamten Reparaturprozess. Die eigentlichen Reparaturen führt die Hamburger Upcycling-Manufaktur Bridge&Tunnel durch.

Die Preise richten sich nach Art und Umfang der Reparatur. Bei Hosen liegen sie beispielsweise zwischen 14,99 und 29,99 Euro, bei Rucksäcken zwischen 22,99 und 26,99 Euro. Während der ersten 100 Bestellungen übernimmt Tchibo die Versandkosten. Danach zahlen Kundinnen und Kunden den Hin- und Rückversand selbst.

Pilotprojekt als Teil der Circular-Economy-Strategie

Mit dem neuen Angebot erweitert Tchibo seine bestehende Nachhaltigkeitsstrategie. Bereits heute bietet das Unternehmen unter anderem Ersatzteile für ausgewählte Produkte sowie überarbeitete Kaffeemaschinen an. Der neue Reparaturservice ergänzt diesen Ansatz nun im Textilbereich.

Während der sechsmonatigen Testphase möchte Tchibo nach eigenen Angaben unter anderem herausfinden, wie groß die Nachfrage nach einem solchen Angebot ist und ob sich ein Reparaturservice wirtschaftlich betreiben lässt.

Ausblick

Mit dem Pilotprojekt sammelt Tchibo Erfahrungen im Bereich professioneller Textilreparaturen. Die Ergebnisse des Tests sollen zeigen, welche Rolle Reparaturangebote künftig im Sortiment und in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens spielen können.

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