Nach der bisherigen Ausklammerung Europas in der letzten größeren Rollout-Phase hat Google seinen KI-gestützten Suchmodus „AI Mode“ nun auf mehr als 200 Länder und Regionen ausgeweitet. Dazu zählen erstmals auch Deutschland sowie mehrere weitere EU-Länder. Bislang war der neue Modus ausschließlich in Großbritannien verfügbar. Parallel dazu wird die Funktion laut einem Blogbeitrag von Google in über 35 neuen Sprachen angeboten. Damit erreicht Google eine neue Stufe in der globalen Skalierung seiner KI-basierten Suche.
Komplexeres und natürlicheres Suchverhalten möglich
Der „AI Mode“ erlaubt Nutzer:innen, deutlich komplexere und längere Suchanfragen zu formulieren als mit herkömmlichen Suchmethoden. Die Funktion basiert auf dem Gemini-Modell von Google, das multimodale Eingaben – also Text, Sprache und Bilder – versteht und daraus thematisch strukturierte Antworten generiert. Der Modus analysiert die Suchanfrage, zerlegt sie in einzelne Teilfragen und kombiniert Ergebnisse aus verschiedenen Quellen zu einem zusammenhängenden Antworttext.
Der KI-Modus ist als eigener Reiter in der Google-Suche verfügbar, vergleichbar mit den Bereichen Maps oder Shopping, und steht auch in der Google-App auf Mobilgeräten zur Verfügung. Ziel ist es, Nutzer:innen eine tiefere und umfassendere Auseinandersetzung mit Suchthemen zu ermöglichen. Insbesondere in nicht-englischen Sprachen verspricht Google durch die neue Modellarchitektur eine präzisere semantische Verarbeitung.
Google weist darauf hin, dass sich der „AI Mode“ noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und es zu fehlerhaften Interpretationen kommen kann.
Abgrenzung zu klassischen Suchergebnissen und „AI Overviews“
Im Unterschied zu klassischen Linklisten liefert der „AI Mode“ eigenständig formulierte Antworten auf Suchanfragen – ähnlich den bereits bekannten „AI Overviews“, die oberhalb der regulären Suchergebnisse erscheinen. Das Gemini-Modell wertet umfangreiche Informationen aus dem Netz aus, kombiniert sie kontextbezogen und berücksichtigt – sofern freigegeben – den Standort sowie die persönliche Suchhistorie. Nutzer:innen können Folgefragen stellen und so einen dialogähnlichen Austausch führen, der an einen KI-Chatbot erinnert.
Laut Google liegt der wesentliche Unterschied darin, dass Gemini als Chatbot konzipiert ist, während der „AI Mode“ speziell für die Google-Suche entwickelt und nahtlos in diese integriert wurde.
Auswirkungen auf Werbung und Produktsuche
Die Einführung des „AI Mode“ dürfte das Such- und Kaufverhalten nachhaltig verändern. Nutzer:innen interagieren länger mit der Suche, stellen gezieltere Fragen und lassen sich stärker von KI-generierten Informationen leiten. Dies stellt neue Anforderungen an Händler:innen und Marken, die im Umfeld von Google sichtbar bleiben wollen. In den USA testet Google bereits Produkt-Zusammenfassungen im „AI Mode“.
Für Werbetreibende bedeutet dies, dass Inhalte, die im „AI Mode“ verarbeitet und ausgespielt werden, hochwertig, kontextrelevant und SEO-optimiert sein müssen – idealerweise mit klar strukturierten Produktinformationen. Google kündigt zudem an, die Benutzeroberfläche des Modus kontinuierlich zu verbessern und neue Funktionen einzuführen, um die Interaktion mit dem Web weiter zu erleichtern.
Der Artikel entspricht den Anforderungen einer sachlichen, neutralen und faktenbasierten Berichterstattung. Die Sprache ist klar, präzise, gendergerecht und barrierearm. Die Inhalte richten sich an Entscheider:innen im digitalen Handel und Technologieumfeld und bieten eine strukturierte Übersicht zur Erweiterung und Bedeutung des Google „AI Mode“.