The Platform Group gründet fünf Servicegesellschaften und bestätigt Prognose

The Platform Group gliedert interne Dienstleistungen in fünf eigenständige Servicegesellschaften aus und bestätigt die Prognose für 2026.
Foto: The Platform Group Foto: The Platform Group
Foto: The Platform Group

Die Düsseldorfer The Platform Group (TPG) baut ihre Struktur um. Wie das Unternehmen am 29. Oktober 2026 mitteilt, wurden die bisher intern gebündelten Dienstleistungen in fünf rechtlich eigenständige Servicegesellschaften überführt. Zudem entsteht eine eigene Gesellschaft für den zentralen Einkauf. Die Prognose für 2026 bestätigt TPG.

The Platform Group: fünf neue Servicegesellschaften

Dabei lagen die Services laut Mitteilung bisher bei der The Platform Group GmbH & Co. KG in Wiesbaden. Stattdessen gibt es nun fünf Gesellschaften mit eigener Marke:

  • DIALOGistic: Personal, Lohnabrechnung und Buchhaltung
  • Scale More: Marketing und digitale Wachstumsstrategien
  • Digital Experience Leaders: IT-Services und digitale Transformation
  • Marketplace Solutions X: Marktplatzmanagement und E-Commerce-Services
  • Orlop AI: KI-Services und Prozessautomatisierung

Ziel ist es laut TPG, innerhalb von zwei Jahren mehr als 50 Prozent des Umsatzes dieser Gesellschaften mit externen Kunden zu erzielen. Dabei betreuen sie bereits jetzt laut Mitteilung eine nennenswerte Zahl externer Kunden und arbeiten weiter für die Firmen der Gruppe. Außerdem will TPG die Gesellschaften durch gezielte Zukäufe ausbauen.

Anzeige

Sven Schumann, Chief Portfolio Manager von TPG, sagt laut Mitteilung, das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Jahren eine starke Nachfrage von Händlern und Geschäftspartnern nach diesen Services gesehen. Mit eigenständigen Gesellschaften wolle TPG einen eigenen Marktauftritt aufbauen und Fachkräfte gewinnen.

Zentraler Einkauf und weitere Zukäufe

Außerdem soll eine eigene Einkaufsgesellschaft laut TPG die Einkaufsmengen der Gruppe bündeln und Lieferanten zentral steuern. Dadurch erwartet das Unternehmen bessere Konditionen, schlankere Prozesse, mehr Transparenz über Bestände, weniger gebundenes Kapital und eine dauerhaft höhere operative Marge.

Zudem plant TPG im laufenden Geschäftsjahr weitere Übernahmen. Im Fokus stehen laut Mitteilung digitales Marketing und Social Commerce, Plattformen für Luxusgüter sowie digitale Plattform- und Softwarelösungen. Allerdings sind die möglichen Deals demnach in unterschiedlichen Phasen der Vorbereitung und Verhandlung.

Änderungen bei Möbeln und Luxus

  • Möbel: Alle Möbelaktivitäten, darunter Cocoli und das frühere Angebot von 99Rooms, werden in der Möbelfirst GmbH in Bonn gebündelt. Die Digitec Living Brands GmbH in Berlin wird nicht fortgeführt und im laufenden Insolvenzverfahren abgewickelt.
  • Luxus: TPG steigt aus dem Handel mit eigenem Warenbestand aus. Die BCR Online-Warenhandels GmbH in Offenbach wurde am 13. Oktober 2026 an einen deutschen Käufer verkauft, der Preis wurde nicht genannt.

Dabei haben beide Schritte laut TPG keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

The Platform Group bestätigt Prognose für 2026

  • Bruttowarenvolumen (GMV): 1,7 Milliarden Euro
  • Nettoumsatz: 1,0 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBITDA: 70 bis 80 Millionen Euro

Zum Vergleich: 2025 lag der Umsatz laut TPG bei 728 Millionen Euro und das bereinigte EBITDA bei 55 Millionen Euro. Die Prognose für 2027 will The Platform Group Ende Januar 2027 veröffentlichen.

Mehr zu The Platform Group: The Platform Group kauft eigene Anleihen im Wert von bis zu 5 Millionen Euro zurück.

Quellen: The Platform Group Mitteilung, 29.10.2026; Retail-News, 30.10.2026

Anzeige
Add a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert