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Tupperware wagt Neustart in fünf europäischen Ländern

Tupperware kommt zurück: Ein Neustart in fünf europäischen Ländern steht an – inklusive Deutschland. Das Sortiment umfasst nun auch Edelstahl, Glas und Recycling-Kunststoff. Ziel ist ein Jahresumsatz von 100 Mio. € bei 20.000 Verkaufsberater:innen.
Foto: Tupperware Foto: Tupperware
Foto: Tupperware

Wie die absatzwirtschaft berichtet startet Tupperware nach seiner Insolvenz mit einem ambitionierten Comeback in Europa – beginnend mit Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Polen. Ein französischer Investor nimmt sich dem insolventen Traditionsunternehmen an und möchte den Direktvertrieb neu beleben.

Erneuerter Direktvertrieb, neues Material – bewährtes Modell, modern interpretiert

  • Investor: Cédric Meston, 31-jähriger Mitgründer von HappyVore, führte Tupperware France durch eine Sanierung und plant nun die Rückkehr in fünf Schlüsselmärkte.
  • Vertrieb: Rund 20.000 selbstständige Verkaufsberater:innen sollen Tupperware-Produkte über Direktveranstaltungen wie die berühmten „Tupperpartys“ in den Markt bringen – von der Schweiz bis nach Deutschland.
  • Umsatzziel: Bis Ende 2025 strebt die neue Führung 100 Mio. € Jahresumsatz an – ein klares Bekenntnis zur wirtschaftlichen Stabilisierung.
  • Produktneuheiten: Das Sortiment wird erweitert – künftig gibt es Produkte in Edelstahl, Glas und Recycling-Kunststoff, zusätzlich zu den klassischen Plastikdosen.

Hintergrund & strategische Einordnung

  • Direktvertrieb neu denken: Der Neustart verlagert Tupperware zurück in die Vertriebsform, die einst ihren Erfolg begründete – mit moderner Ansprache und nachhaltigem Produktfokus.
  • Herausforderungen: Seit der Insolvenz 2024 hatte Tupperware mit Billiganbietern, dem Trend zu Einwegprodukten und fehlender Online-Präsenz zu kämpfen. Die Neuausrichtung versucht, diese Lücken zu schließen.
  • Infrastruktur & Markenwert: Meston und sein Team haben Tupperware France durch gerichtliches Sanierungsverfahren gerettet – jetzt zielt der Wiederaufbau auf Nachhaltigkeit und Markenrelevanz ab.

Fazit

Der Neustart von Tupperware in fünf europäischen Ländern zeigt, wie eine traditionsreiche Marke durch gezielte Sanierung, modernisierte Produkte und den Rückgriff auf Direktvertrieb erneuert werden kann. Mit 20.000 Verkaufsberater:innen und ökologischem Produktsortiment ist ein Neustart gelungen – ein mutiger Schritt in Richtung Wiederaufbau und Relevanz im Retail. Händler:innen und Beobachter:innen sollten dieses Comeback als spannendes Beispiel für Revival im Transformationszeit wahrnehmen.

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