DHL Prognose 2026: Konzern erwartet EBIT von über 7 Milliarden Euro

DHL Prognose 2026 angehoben: Konzern erwartet EBIT über 7 Mrd. Euro. Express treibt das dritte Quartal, Umsatz steigt auf 22,6 Mrd. Euro.
Foto: DHL Group Foto: DHL Group
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Die DHL Group schraubt ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach oben. Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Bonner Logistikkonzern für 2026 nun mit einem berichteten Konzern-EBIT von mehr als 7,0 Milliarden Euro. Bislang lag die DHL Prognose bei über 6,5 Milliarden Euro. Zudem legte der Konzern Eckdaten für das dritte Quartal vor. Darin sind Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gestiegen.

DHL Prognose 2026: Express-Geschäft gibt den Ausschlag

Zuvor hatte der Vorstand die Aussichten aller Unternehmensbereiche für den Rest des Jahres bewertet. Den Ausschlag gaben laut Konzern zwei Punkte. Erstens entwickelt sich das Ergebnis weiterhin gut, allen voran in der Division DHL Express. Zweitens gibt es erste Hinweise auf einen robusten saisonalen Verlauf im vierten Quartal.

Für die DHL-Bereiche insgesamt erwartet der Konzern jetzt ein EBIT von über 6,4 Milliarden Euro. Zuvor waren es über 5,9 Milliarden Euro. Unverändert bleibt dagegen der Ausblick für Post & Paket Deutschland mit einem EBIT von über 900 Millionen Euro. Für die Group Functions plant DHL außerdem weiterhin mit rund minus 400 Millionen Euro.

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Drittes Quartal stützt die neue DHL Prognose

Im dritten Quartal 2026 erzielte die DHL Group einen Konzernumsatz von rund 22,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig kletterte das Konzern-EBIT auf rund 1.710 Millionen Euro nach 1.477 Millionen Euro im Vorjahr. Das ist ein Zuwachs von etwa 16 Prozent.

Laut DHL trugen viele Sektoren zu dieser Dynamik bei. Den größten Beitrag lieferte allerdings das Express-Geschäft, das damit auch die angehobene DHL Prognose maßgeblich stützt.

So haben sich die Unternehmensbereiche entwickelt

  • DHL Express: Das EBIT stieg auf rund 1.035 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 692 Millionen Euro, inklusive negativer Einmaleffekte von 54 Millionen Euro. Als Gründe nennt DHL wirksame Kosten- und Ertragsmaßnahmen sowie eine bessere Auslastung durch mehr transportiertes Gewicht. Zudem stammen rund 100 Millionen Euro aus knappen Kapazitäten im Luftfrachtmarkt.
  • DHL Global Forwarding: rund 260 Millionen Euro EBIT nach 195 Millionen Euro. Der Vorjahreswert enthielt Cost-of-Change-Belastungen von 14 Millionen Euro.
  • DHL Supply Chain: rund 300 Millionen Euro nach 278 Millionen Euro. Im Vorjahr belasteten Einmaleffekte von minus 7 Millionen Euro das Ergebnis.
  • DHL eCommerce: rund 50 Millionen Euro EBIT. Der Vergleichswert von 176 Millionen Euro enthielt allerdings positive Sondereffekte von 123 Millionen Euro.
  • Post & Paket Deutschland: rund 150 Millionen Euro nach 218 Millionen Euro im dritten Quartal 2025.

DHL Prognose für Free Cashflow und Investitionen angehoben

Auch beim Free Cashflow ohne Netto-M&A zeigt sich DHL zuversichtlicher. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun über 3,2 Milliarden Euro statt bisher rund 3,0 Milliarden Euro. Der operative Cashflow entwickelte sich stark, obwohl das Working Capital wachstumsbedingt zunahm. Deshalb sieht DHL Spielraum für weitere Investitionen.

Folglich steigt das Budget für Sachinvestitionen (Capex) 2026 auf rund 3,6 Milliarden Euro. Bisher hatte DHL 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro eingeplant. Mit dem zusätzlichen Geld will der Konzern ausgewählte Chancen in der aktuellen Geschäftslage nutzen.

Im dritten Quartal selbst erreichte der Free Cashflow rund 900 Millionen Euro. Darin steckt eine Nettobelastung durch IEEPA-Zahlungen von rund 255 Millionen Euro. Die gebuchten Sachinvestitionen lagen im Quartal ebenfalls bei etwa 900 Millionen Euro. Nach neun Monaten summieren sie sich auf rund 2,2 Milliarden Euro, also 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ausblick: Vollständiger Quartalsbericht am 5. November

Den vollständigen Bericht zum dritten Quartal 2026 veröffentlicht DHL wie geplant am 5. November 2026. Außerdem steht die mittelfristige DHL Prognose auf dem Prüfstand. Bislang peilt der Konzern ein EBIT von über 7 Milliarden Euro in einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld an. Diese Zielmarke will DHL im kommenden März überprüfen.

Mehr zum Thema: DHL hebt Jahresprognose nach starkem zweiten Quartal 2026 an

Quelle: Pressemitteilung DHL Group, 16. Oktober 2026

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