Frankreich fordert dreimonatige Sperre für Shein wegen unzulässiger Angebote

Frankreich beantragt vor Gericht die dreimonatige Sperrung von Shein wegen kindlich wirkender Sexpuppen und Waffen auf dem Marktplatz. Strengere Produktkontrollen gefordert.
Foto: SHEIN Foto: SHEIN
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Die französische Regierung geht entschieden gegen den chinesischen Online-Modehändler Shein vor und beantragt laut Berichten von Reuters vor einem Pariser Gericht die vorübergehende Sperrung der Plattform für drei Monate. Hintergrund sind unzulässige Produkte wie kindlich wirkende Sexpuppen und Waffen, die auf dem Marktplatz angeboten wurden. Ziel der Maßnahme ist es, den Schutz Minderjähriger zu stärken und die Produktkontrollen zu verbessern.

Hintergrund und aktuelle Situation

Shein hatte bereits Anfang November seinen Marktplatz in Frankreich deaktiviert, nachdem die Regierung problematische Produkte entdeckt hatte. Die Verkaufsplattform für eigene Modeartikel ist jedoch weiterhin online. Das Verfahren richtet sich gegen die in Dublin ansässige Infinite Styles Services Co Ltd, die Sheins Europa-Geschäft steuert. Die Gerichtsverhandlung findet zeitnah in Paris statt.

Kritik an Sheins Kontrollmechanismen

Vertreter des französischen Finanzministeriums kritisieren, dass Shein trotz moderner technischer Mittel, einschließlich Künstlicher Intelligenz, keine ausreichenden Produktkontrollen durchführe. Die Regierung fordert ein deutlich strengeres Vorgehen gegen den Verkauf illegaler und jugendgefährdender Produkte.

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Weitere Plattformen im Fokus

Frankreich überprüft auch andere E-Commerce-Plattformen wie Temu, AliExpress und Wish wegen ähnlicher Verstöße. Die Pariser Staatsanwaltschaft sieht bei diesen Anbietern den Verdacht, pornografische Inhalte für Minderjährige zugänglich zu machen. Parallel fordert Frankreich die EU-Kommission auf, eine formelle Untersuchung gegen Shein einzuleiten.

Symbolischer Zeitpunkt

Der Antrag auf Sperrung fällt mit der Eröffnung des ersten physischen Shein-Geschäfts in einem Pariser Kaufhaus zusammen. Dies unterstreicht die Entschlossenheit der französischen Regierung, beim Verbraucherschutz und insbesondere beim Schutz von Minderjährigen keine Kompromisse einzugehen.

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