Googles KI-Satellit hat erstmals Daten zur Erde gesendet, die mit Software und Hardware an Bord entstanden sind. Das berichtet heise online. Von KI-Rechenzentren im All sei Google damit aber noch weit entfernt. Das Projekt läuft bei Google unter dem Namen Project Suncatcher, wie aus einem Beitrag im Google-Blog hervorgeht.
Ein Gedicht aus dem Orbit
Der Satellit startete laut heise am 1. Oktober mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ins All. Nach Informationen der New York Times trägt er den Namen „MVP“, wie heise berichtet. Nach dem Start nahm Google laut Bericht die KI-Beschleuniger und die übrige Hardware in Betrieb und führte erste Tests zum maschinellen Lernen durch.
In dieser Woche ließ Google dann sein lokal laufendes KI-Modell Gemma 4 erste Daten erzeugen und zur Erde senden. Dabei handelte es sich laut heise um ein dreizeiliges Gedicht. Anschließend ließen die Forscher den Google KI-Satellit weitere Kurzgedichte schreiben.
Google KI-Satellit: Kühlung als größte Herausforderung
Als Nächstes will Google herausfinden, wie sich Strahlung und Wärme im All auf die KI-Beschleuniger auswirken. Diese erzeugen viel Abwärme, im Weltraum fehlt aber die Luft, um sie abzuführen. Google arbeitet laut heise deshalb an verschiedenen Ansätzen, darunter eine Kombination aus Heatpipes und Kühlkörpern. Die Bedingungen im All habe man simuliert, nun zeige sich, wie sich das System bewährt.
Laut New York Times können die KI-Beschleuniger nur jeweils 15 Minuten am Stück arbeiten, bevor sie zur Kühlung abgeschaltet werden müssen, wie heise berichtet. Wie lange die Kühlphasen dauern, ist nicht bekannt.
Pläne für 2027
2027 will Google laut heise zwei Satelliten wie den Google KI-Satellit betreiben, die miteinander verbunden sind. Langfristig soll eine ganze Reihe von Satelliten eine Recheninfrastruktur bilden.
Rechenzentren im Orbit gelten in der KI-Branche als Zukunftsmodell, vor allem weil dort ständig Sonnenenergie zur Verfügung steht. Ein Analyst der Unternehmensberatung Gartner sieht laut heise aber erhebliche Probleme: die Transportkosten, einen Engpass bei der Datenübertragung zur Erde und die Kühlung im Vakuum. Statt dem Traum von Rechenzentren im All nachzujagen, sollten sich die Unternehmen besser um den Ausbau der Infrastruktur auf der Erde kümmern.
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Quellen: heise online (Text vom Herausgeber bereitgestellt), 01.11.2026; Google Blog, 24.09.2026; New York Times (Originalquelle laut heise)