Twenty One Pilots verklagt Temu wegen mutmaßlicher Fälschungen

Twenty One Pilots ziehen vor Gericht gegen Temu: Shirts, Tassen und Caps, die angeblich wie Original-Merch aussehen, aber weit unter dem Preis verkauft werden — die Band fordert Unterlassung und Entschädigung.
March 26, 2024, Brazil. In this photo illustration, the Temu logo seen displayed on a smartphone along with a shopping cart

Die Band Twenty One Pilots hat Temu, betrieben von Whaleco Inc., verklagt. Der Vorwurf: Temu verkaufe Merchandise-Artikel, die fast identisch mit offiziellen Designs der Band sind – u.a. T-Shirts, Becher, Caps und andere Fanartikel. Die Klage wurde in Kalifornien eingereicht, am 9. September 2025.

Konkret nennt die Band als Beispiel ein T-Shirt, das auf der offiziellen Seite für etwa 35 US-$ erhältlich ist, während eine nahezu identische Version bei Temu für rund 8,51 US-$ angeboten wird.

Weitere Vorwürfe & Kernpunkte der Klage

  • Es wird behauptet, Temu habe mehrfach Hinweise auf Verstöße gegen Urheberrechte ignoriert.
  • Die Klage umfasst mehrere rechtliche Ansprüche: Markenverletzung, Verletzung des sogenannten „Right of Publicity“ (also Nutzung von Name und Bild der Band ohne Genehmigung), falsche Werbung („false endorsement“)
  • Twenty One Pilots fordern neben Schadensersatz auch, dass Temu die betreffenden Artikel aus dem Sortiment nimmt und nicht mehr bewirbt.

Temus Position & Kontext

  • Temu hat laut Berichten erklärt, dass sie geistiges Eigentum respektieren und die Vorwürfe überprüfen wollen – aber die Klage als unbegründet ansehen.
  • Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Klagen gegen die Plattform wegen mutmaßlich gefälschter Merch-Produkte (z. B. auch Klagen von anderen Künstler:innen).

Bedeutung für den E-Commerce & Plattformbetreiber

  • Markenschutz wird wichtiger: Plattformen werden zunehmend rechtlich zur Verantwortung gezogen, wenn Fälschungen über sie laufen.
  • Preis & Qualität vs. Urheberrechte: Günstige Preise sind ein Vorteil von Onlineplattformen, doch wenn Designs kopiert werden, kann das Markenvertrauen und rechtliche Risiken gefährden.
  • Präzedenzwirkung: Je nach Ausgang könnte dieser Fall eine Signalwirkung haben für andere Marken und Plattformen – etwa wie stark Plattformen geprüft und haftbar gemacht werden können.

Anzeige