Die Band Twenty One Pilots hat Temu, betrieben von Whaleco Inc., verklagt. Der Vorwurf: Temu verkaufe Merchandise-Artikel, die fast identisch mit offiziellen Designs der Band sind – u.a. T-Shirts, Becher, Caps und andere Fanartikel. Die Klage wurde in Kalifornien eingereicht, am 9. September 2025.
Konkret nennt die Band als Beispiel ein T-Shirt, das auf der offiziellen Seite für etwa 35 US-$ erhältlich ist, während eine nahezu identische Version bei Temu für rund 8,51 US-$ angeboten wird.
Weitere Vorwürfe & Kernpunkte der Klage
- Es wird behauptet, Temu habe mehrfach Hinweise auf Verstöße gegen Urheberrechte ignoriert.
- Die Klage umfasst mehrere rechtliche Ansprüche: Markenverletzung, Verletzung des sogenannten „Right of Publicity“ (also Nutzung von Name und Bild der Band ohne Genehmigung), falsche Werbung („false endorsement“)
- Twenty One Pilots fordern neben Schadensersatz auch, dass Temu die betreffenden Artikel aus dem Sortiment nimmt und nicht mehr bewirbt.
Temus Position & Kontext
- Temu hat laut Berichten erklärt, dass sie geistiges Eigentum respektieren und die Vorwürfe überprüfen wollen – aber die Klage als unbegründet ansehen.
- Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Klagen gegen die Plattform wegen mutmaßlich gefälschter Merch-Produkte (z. B. auch Klagen von anderen Künstler:innen).
Bedeutung für den E-Commerce & Plattformbetreiber
- Markenschutz wird wichtiger: Plattformen werden zunehmend rechtlich zur Verantwortung gezogen, wenn Fälschungen über sie laufen.
- Preis & Qualität vs. Urheberrechte: Günstige Preise sind ein Vorteil von Onlineplattformen, doch wenn Designs kopiert werden, kann das Markenvertrauen und rechtliche Risiken gefährden.
- Präzedenzwirkung: Je nach Ausgang könnte dieser Fall eine Signalwirkung haben für andere Marken und Plattformen – etwa wie stark Plattformen geprüft und haftbar gemacht werden können.