Amazon Frische ist zurück: Seit Freitag, 30. Oktober, liefert Amazon wieder selbst Obst, Gemüse und Kühlware am selben Tag. Das berichtet das Supermarktblog. Das Angebot gilt zunächst in Teilen von Frankfurt, Köln und München. Anders als früher gibt es dafür keinen eigenen Dienst. Bestellt wird stattdessen über die Same-Day-Option im normalen Amazon-Shop.
Was es bei Amazon Frische gibt
Im virtuellen Frischeregal fand Supermarktblog-Autor Peer Schader unter anderem Bananen, Karotten, Elstar-Äpfel, Paprika, Champignons und Tomaten. Bio-Obst und -Gemüse fand er dagegen nicht. Manche Produkte sind als „aus Deutschland“ gekennzeichnet, Ware von regionalen Erzeugern gab es aber noch nicht. Brot kommt laut Bericht überwiegend von Harry und nicht von regionalen Bäckern.
Das ist ein Unterschied zu früher. Wie etailment schreibt, hatte Amazon beim früheren Fresh-Start regionale Kooperationen noch als Besonderheit hervorgehoben. Laut Supermarktblog wurde die Zusammenarbeit mit Regionalpartnern vor knapp zwei Jahren beendet. Amazon Fresh war 2017 in Deutschland gestartet, zunächst für Prime-Mitglieder in Teilen von Berlin und Potsdam.
Preise bei Amazon Frische
Bei Amazon Frische zahlen Prime-Mitglieder laut Supermarktblog ab 29 Euro Bestellwert keine Liefergebühr, darunter 3,99 Euro. Ohne Prime kostet jede Lieferung laut Amazon-Ankündigung 9,99 Euro, und zwar unabhängig vom Bestellwert. Ein Prime-Monat kostet dagegen 8,99 Euro. Eine einzelne Lieferung ist für Nicht-Mitglieder also teurer als ein Monat Prime, wie etailment hervorhebt.
Zwei Lieferfenster für einen Warenkorb
Im Test von Amazon Frische zeigte der Shop für denselben Warenkorb zwei Lieferfenster an: Frischeware zwischen 18 und 20 Uhr, das Trockensortiment zwischen 18 und 22 Uhr. Ob daraus tatsächlich zwei Zustellungen geworden wären, blieb offen. Nach Einschätzung von Schader ist der Dienst noch nicht fertig. Als Hinweis nennt er unter anderem, dass die Startseite im Browser-Tab einen englischen Titel trägt.
Amazon Frische soll Prime-Kunden binden
Amazon Frische trifft auf viel Konkurrenz. Genannt werden Knuspr, Wolt Market, Flink, Flaschenpost, der Rewe-Lieferservice sowie Rewe über Uber Eats, Wolt und Lieferando. Knuspr und Rewe setzen laut etailment sichtbar auf regionale Sortimente.
Amazon geht es nach Einschätzung des Supermarktblogs vor allem darum, Prime-Mitglieder zu halten und häufiger in den Shop zu holen. Laut Amazon kaufen Kundinnen und Kunden in den USA, die frische Lebensmittel am selben Tag bestellen, etwa doppelt so oft ein. Etailment sieht darin einen möglichen Hebel für die Einkaufsfrequenz, sofern das Angebot Erfolg hat.
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Quellen: Supermarktblog (Peer Schader), 30.10.2026; etailment, 02.11.2026