Digitale Frachtbriefe: Nur 7 Prozent der Logistiker arbeiten komplett digital

Laut Bitkom nutzen 76 Prozent der Logistikunternehmen digitale Frachtbriefe zumindest teilweise. Komplett digital arbeiten aber nur 7 Prozent.
Digitale Frachtbriefe: Lkw auf der Autobahn (Symbolbild) Digitale Frachtbriefe: Lkw auf der Autobahn (Symbolbild)
Symbolbild – Foto: bhargavpanchal1986 / Unsplash

Die Logistikbranche kommt beim digitalen Frachtbrief kaum voran. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen 76 Prozent der Logistikunternehmen digitale Frachtbriefe zumindest teilweise. 2022 waren es 77 Prozent. Vollständig digital arbeiten nur 7 Prozent, wie der Bitkom am 28. Oktober 2026 mitteilt.

So verbreitet sind digitale Frachtbriefe

  • 7 Prozent arbeiten ausschließlich digital.
  • 32 Prozent nutzen überwiegend digitale Frachtbriefe.
  • 37 Prozent setzen sie nur vereinzelt ein.
  • 22 Prozent nutzen sie gar nicht.

Von den Unternehmen ohne digitale Frachtbriefe haben laut Bitkom 13 Prozent die Einführung konkret geplant, nach 6 Prozent im Jahr 2022. Außerdem ziehen weitere 7 Prozent einen Einsatz grundsätzlich in Erwägung. Dagegen haben nur 2 Prozent bislang keine genutzt und planen das auch nicht.

Mehrheit für eine Pflicht

54 Prozent der Logistikunternehmen sprechen sich laut Bitkom für eine verpflichtende Nutzung digitaler Frachtbriefe aus. Im Jahr 2022 waren es dagegen noch 47 Prozent.

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Digitale Frachtbriefe: die größten Hürden

  • Fehlende einheitliche Standards: 45 Prozent
  • Fehlende Akzeptanz bei Zollmitarbeitenden: 33 Prozent
  • Fehlende Akzeptanz bei Fahrerinnen und Fahrern: 32 Prozent

Paul Hannappel, Bereichsleiter Automotive & Logistics beim Bitkom, sagt: „Der digitale Frachtbrief ist in der Logistik längst angekommen, aber noch nicht überall zum Standard geworden.“ Vielerorts liefen digitale und papierbasierte Abläufe nebeneinander, was Zeit koste. Der Nutzen entstehe erst, wenn der Frachtbrief entlang der gesamten Transportkette eingesetzt und von allen Beteiligten akzeptiert werde. Deshalb brauche es gemeinsame Standards und verlässliche digitale Verfahren.

Wie Retail-News ergänzt, verursachen parallele Papierprozesse zusätzlichen Verwaltungsaufwand und können eine erneute Erfassung von Daten nötig machen.

So wurde die Studie erstellt

Bitkom Research hat im Auftrag des Bitkom 502 Logistikunternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung lief laut Bitkom von Kalenderwoche 26 bis 31 des Jahres 2026 und ist repräsentativ.

Mehr aus der Logistik: Deutschlandversand: Sechs Postdienste gründen DHL-Alternative.

Quellen: Bitkom Presseinformation, 28.10.2026; Retail-News, 01.11.2026

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