Das Münchner E-Bike-Startup Sushi Bikes hat beim Amtsgericht München Insolvenz beantragt. Das Unternehmen, das 2018 von Gründer Andy Weinzierl gemeinsam mit dem TV-Moderator und Investor Joko Winterscheidt gegründet wurde, kämpft mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Winterscheidt ist seit April 2024 nicht mehr operativ beteiligt.
Finanzielle Lage und Verluste
Sushi Bikes, bekannt für erschwingliche und leichte E-Bikes unter 1.000 Euro, weist laut Medienberichten Schulden in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro und einen Jahresverlust von 2,7 Millionen Euro auf. Geschäftsführer Weinzierl kommentierte diese Zahlen nicht direkt, zeigte sich jedoch zuversichtlich hinsichtlich einer Zukunftslösung.
Sanierungspläne und aktuelle Situation
Die Geschäftsführung prüft derzeit verschiedene Sanierungsoptionen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bestellt, um die Lage zu stabilisieren. Die Website und der Online-Shop sind aktuell nicht erreichbar, mit dem Hinweis auf bevorstehende Veränderungen und eine baldige Rückkehr.
Investoren und Marktbeteiligung
Neben Winterscheidt hatten auch die MyMuesli-Gründer Max Wittrock und Philipp Kraiss frühzeitig investiert. Winterscheidt, der die Marke lange öffentlich unterstützte, äußert sich derzeit nicht zur Insolvenz. Die kommenden Wochen sind entscheidend für die Zukunft von Sushi Bikes, den Mitarbeitenden, Kunden und Investoren.