Der Lieferdienst Just Eat will in der Schweiz mehrere Hundert seiner rund 700 angestellten Kuriere entlassen. Künftig will das Unternehmen stärker mit Selbstständigen arbeiten. In Zürich stößt das auf Widerspruch. Das berichtet etailment unter Berufung auf den Tages-Anzeiger.
Warum Just Eat umbaut
Als Grund nennt Just Eat, dass sich die Nachfrage zunehmend in die Nacht verlagert. Schichtpläne mit zwei Wochen Vorlauf seien dafür zu starr. Deshalb will Just Eat stärker auf Selbstständige setzen.
Parteien fordern Eingreifen des Kantons
Im Zürcher Kantonsrat fordern SP, Grüne und Alternative Liste (AL), dass der Kanton eingreift. Er soll Kurierdienste wie Just Eat als Arbeitgeber einstufen.
Die Parteien verweisen dabei auf das Bundesgericht. Es hat Uber-Fahrer bereits als Angestellte eingestuft. Umgesetzt wurde dieses Urteil laut den Parteien aber nur in der Westschweiz. Dort bleiben auch die Fahrer von Just Eat weiterhin angestellt.
Just Eat Kuriere: Zürich muss entscheiden
Die rechtliche Einordnung von Kurierarbeit wird in der Schweiz also regional unterschiedlich gehandhabt. Offen ist, ob Zürich dem Vorgehen der Westschweiz folgt. Davon hängt ab, ob sich der Status der betroffenen Just Eat Kuriere ändert. Mehr zu Just Eat lesen Sie in unserem Beitrag über Lieferroboter von RIVR.
Quelle: etailment, 27. Oktober 2026, unter Berufung auf den Tages-Anzeiger