Pinterest Programmatic Deals sind ab sofort allgemein verfügbar. Das hat Pinterest am 26. Oktober in seinem Newsroom bekanntgegeben. Große Werbekunden können damit ausgewählte Display- und Videoanzeigenplätze auf Pinterest programmatisch einkaufen, also zusammen mit dem übrigen Inventar ihrer Kampagnen. Dabei läuft die Buchung über Supply-Side- und Demand-Side-Plattformen (SSPs und DSPs).
Partner: Magnite, Amazon Ads und Google
Wichtigster Partner auf der Angebotsseite ist laut Pinterest Magnite. Das Unternehmen verbindet das Inventar und die Zielgruppensignale von Pinterest mit den Einkaufsplattformen. Außerdem ist das Inventar Teil von Magnite Orchestration. In Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum arbeitet Pinterest zusätzlich mit Google Ad Manager zusammen.
Auf der Einkaufsseite unterstützen laut Mitteilung diese DSPs die Pinterest Programmatic Deals:
- Amazon Ads DVA+
- Google Display & Video 360
- Yahoo DSP
- DeepIntent
Mit Amazon Ads baut Pinterest dabei auf einer bereits angekündigten Partnerschaft auf, über die zusätzliche Nachfrage von Drittanbietern auf die Plattform kommt.
Fallbeispiel Moroccanoil
Als Beispiel nennt Pinterest die Haarpflegemarke Moroccanoil. Sie hat im Juni 2026 nämlich Pinterest über einen von Magnite ermöglichten programmatischen Deal und Amazon Ads in eine laufende Video- und Display-Kampagne aufgenommen. Laut Pinterest brachte das 15 Prozent zusätzliche Reichweite bei nur 1 Prozent Überschneidung der Zielgruppen. Außerdem gab es 63 Prozent mehr Neukunden unter Nutzern, deren Kaufweg Pinterest enthielt. Und die Klickrate lag 20 Prozent über dem Durchschnitt der Video- und Display-Kampagnen der Marke.
„Pinterest erfasst den Moment, in dem Menschen herausfinden, was sie als Nächstes ausprobieren, kaufen oder tun wollen“, sagt Jason Fairchild, General Manager Programmatic & Affiliate bei Pinterest, laut Mitteilung (übersetzt).
Pinterest Programmatic Deals zunächst nicht in Europa
Allerdings sind die Pinterest Programmatic Deals zunächst nur in Nordamerika, Südamerika und im asiatisch-pazifischen Raum verfügbar. Eine Einführung in Europa wurde laut Retail-News in der Mitteilung nicht angekündigt.
Zur Einordnung verweist Pinterest auf einen Rekord von 640 Millionen monatlich aktiven Nutzern und mehr als 80 Milliarden Suchanfragen pro Monat. Mehr als die Hälfte davon hat laut Pinterest einen kommerziellen Bezug. Außerdem nennen über 96 Prozent der Textsuchen keine Marke.
Mehr zu Werbung und Shopping: Google testet Werbung im KI-Agenten-Shopping.
Quellen: Pinterest Newsroom, 26.10.2026; Retail-News, 03.11.2026