Galeria-Insolvenz: Fiege leitet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für Standort Unna ein

Nach dem vierten Insolvenzantrag von Galeria leitet Fiege für seine Gesellschaften in Unna ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein. Rund 1.250 Arbeitsplätze sind betroffen.
Foto: FIEGE Foto: FIEGE
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Die Insolvenz von Galeria erreicht den Logistikdienstleister Fiege: Für seine Gesellschaften am Standort Unna hat Fiege ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das Logistikzentrum arbeitet ausschließlich für die Warenhauskette, die im Oktober bereits zum vierten Mal Insolvenz beantragt hat. Am Standort hängen rund 1.250 Arbeitsplätze.

Betrieb zunächst bis Jahresende gesichert

Nach der Insolvenzentscheidung von Galeria haben beide Unternehmen eine Fortführungsvereinbarung geschlossen. Sie soll die Logistikleistungen und den laufenden Betrieb vorerst bis zum 31. Dezember 2026 absichern. Wie stark Unna danach ausgelastet sein wird, hängt laut Fiege maßgeblich davon ab, wie es bei Galeria weitergeht. Galeria ist Mieter der Immobilie, Fiege betreibt das Lager.

Gegenüber LOGISTIK HEUTE begründete Fiege den Schritt damit, dass der Gesetzgeber das Verfahren „genau für solche Fälle vorgesehen“ habe. Es gebe allen Beteiligten Zeit und Sicherheit, um die beste Regelung für die Beschäftigten zu finden. Sollte die unsichere Lage bei Galeria kurzfristig zu einer deutlich geringeren Auslastung führen, wolle man vorausschauend handeln und handlungsfähig bleiben.

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Neue Kunden sollen den Standort absichern

Fiege bleibt nach eigenen Angaben eng mit Galeria im Austausch und will die Zusammenarbeit fortsetzen. Parallel spricht der Dienstleister gezielt potenzielle Neukunden an, um Unna breiter aufzustellen. Ziel sei es, den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Die Akquise sei angesichts der konjunkturellen Lage allerdings anspruchsvoll und brauche Zeit. Auch ein Weiterbetrieb in reduziertem Umfang ist möglich.

Was das für die Beschäftigten bedeutet

  • Löhne und Gehälter werden im Verfahren vorläufig über Insolvenzgeld gezahlt.
  • Mitarbeitende und zuständige Gremien wurden informiert.
  • Die Gespräche mit den Betriebsräten haben begonnen.

Erst im Januar 2025 hatten Galeria und Fiege ihre Partnerschaft ausgeweitet. Fiege übernahm damals die Steuerung der gesamten Galeria-Logistik aus dem Zentrallager in Unna und modernisierte das Lagerverwaltungssystem samt Anbindung an weitere Systeme.

Mehr zu Galeria: Galeria Kaufhof: Mehr als 33 Filialen könnten schließen.

Quellen: LOGISTIK HEUTE, 30.10.2026; Retail-News, 30.10.2026

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