Refurbed UK: Marktplatz startet in Großbritannien

Refurbed expandiert nach Großbritannien. Was Händler zu Voraussetzungen, Gebühren und Schnittstellen wissen müssen.
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Der Wiener Marktplatz für generalüberholte Elektronik expandiert nach Großbritannien. Refurbed UK startet unter refurbed.co.uk. Laut wortfilter ist die Seite seit dieser Woche online, BusinessGreen spricht von einem offiziellen Start im kommenden Monat. Für Händler aus der EU öffnet sich deshalb ein neuer Absatzmarkt.

Refurbed UK: Sortiment und Ankauf

Zum Start gibt es in Großbritannien Smartphones, Smartwatches, Tablets und Laptops. Außerdem bietet refurbed ein Ankaufsprogramm für Altgeräte an. Der Versand ist kostenlos und versichert, die Auszahlung erfolgt innerhalb von 48 Stunden.

Das Potenzial schätzt refurbed dabei hoch: In britischen Haushalten liegen nach Unternehmensangaben rund 100 Millionen ungenutzte Handys, davon etwa 33 Millionen aufbereitbar. CEO Peter Windischhofer nennt Großbritannien laut wortfilter einen „kritischen Markt mit starker Nachfrage nach hochwertiger Refurbished-Technik“. Der Softwareanbieter Linnworks sprach in einem Webinar mit refurbed von mehr als 500 Prozent Wachstum pro Woche in der Startphase. Zudem prognostiziert er, dass Großbritannien in zwölf Monaten zu den drei größten refurbed-Märkten gehören könnte.

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Über 3 Milliarden Euro seit 2017

Refurbed wurde 2017 in Wien von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl gegründet. Laut BusinessGreen hat das Unternehmen seitdem kumuliert mehr als drei Milliarden Euro umgesetzt. Inzwischen ist refurbed nach eigenen Angaben in 24 europäischen Märkten aktiv und bietet über 65.000 Produkte an. Allein 2026 kamen zwölf Länder hinzu, darunter Spanien, Frankreich und Polen. Den Schritt nach Großbritannien finanzierte refurbed unter anderem mit einer Finanzierungsrunde über 50 Millionen Euro im Oktober 2025.

Refurbed ist dabei ein reiner Marktplatz. Das heißt, es verkaufen nur gewerbliche Händler, Privatverkäufer sind nicht zugelassen. Refurbed selbst verkauft also keine eigenen Geräte.

Das müssen Händler für Refurbed UK mitbringen

Laut wortfilter gelten für Händler folgende Voraussetzungen:

  • Firmensitz in der EU und gültige EU-USt-IdNr.
  • nachweisbare Produktqualität und guter Kundenservice
  • mindestens 12 Monate Garantie für Endkunden
  • 30 Tage Rückgaberecht
  • technisch vollständig geprüfte und gereinigte Geräte, bei Bedarf mit Ersatzteilen instand gesetzt

Die Geräte werden in drei Zustandsstufen angeboten: „Exzellent“, „Sehr gut“ und „Gut“. Technisch einwandfrei müssen sie jedoch in allen Stufen sein. Neben Smartphones und Laptops sind unter anderem auch Kameras, Audio, Monitore, Fernseher, Haushaltsgeräte und Spielkonsolen zugelassen.

Bestehende refurbed-Händler müssen sich für Großbritannien nicht neu bewerben. Stattdessen brauchen sie nur die Freischaltung der neuen Domain. Ob eine britische Umsatzsteuer-Registrierung nötig ist, wird laut wortfilter im Onboarding geklärt.

Gebühren und Schnittstellen

Einrichtungs- oder Monatsgebühren gibt es nicht. Stattdessen fällt pro Verkauf eine Provision an. Laut ChannelEngine liegt sie je nach Kategorie bei 8,5 bis 10 Prozent. Die genauen Sätze sind allerdings nicht öffentlich und werden im Onboarding vereinbart. Anschließend erfolgt die Auszahlung je nach Händlerprofil täglich bis monatlich.

Für die Anbindung bietet refurbed eine eigene Seller-API. Außerdem lässt sich der Marktplatz über Dienste wie plentyONE, ChannelEngine, BaseLinker, Sellercloud, Linnworks und Commercium anbinden. Dabei werden Angebote per EAN an bestehende Produkte gehängt, eigene Produktseiten gibt es nicht. Wie sich der Umsatz von refurbed entwickelt, lesen Sie in unserem Beitrag über den Refurbed Umsatz 2026.

Quellen: BusinessGreen, wortfilter

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