Amazon will in Großbritannien Autos verkaufen

Amazon sucht in Großbritannien einen Key Account Manager für den Autohandel. Autotrader warnt seine Anleger bereits vor dem neuen Wettbewerber.
Amazon Autos: Reihen neuer Autos auf einem großen Parkplatz (Symbolbild) Amazon Autos: Reihen neuer Autos auf einem großen Parkplatz (Symbolbild)
Foto: Rob Dean / Unsplash

Amazon Autos könnte es bald in Großbritannien geben: Der Konzern bereitet dort offenbar den Einstieg in den Online-Autohandel vor. Wie etailment berichtet, sucht der Konzern dafür einen Key Account Manager. Dieser soll Partnerschaften mit Autohändlern aufbauen und das Plattformgeschäft entwickeln. Zuerst hatte laut etailment Merkur.de über die Stellenausschreibung berichtet.

Großbritannien als Testmarkt für Amazon Autos

Laut etailment gilt der britische Markt als überschaubar und technikaffin. Damit wäre er ein naheliegender Startpunkt für Amazon Autos. Deshalb eignet er sich als Testmarkt. Möglich ist außerdem, dass Amazon den Schritt als Auftakt für eine breitere Expansion in Europa nutzt.

Wann und in welcher Form Amazon Autos in Großbritannien verkaufen will, ist allerdings noch offen. Hinweise dürften sich laut etailment aus dem Personalaufbau und ersten Händlerpartnerschaften ergeben.

Anzeige

Autotrader warnt Anleger vor Amazon

Der britische Branchenführer Autotrader warnt seine Anleger laut etailment bereits vor Amazon als neuem Wettbewerber. Ein Markteintritt von Amazon Autos träfe auf eine angespannte Lage. Denn Händler klagen seit Jahren über hohe Kosten der Gebrauchtwagenplattformen. Weil das Neuwagengeschäft schwieriger geworden ist, gewinnt der Handel mit Gebrauchtwagen an Bedeutung.

Was Amazon Autos für deutsche Plattformen bedeutet

In Deutschland liefert Mobile.de den Händlern laut VAD-Präsident Burkhard Weller mehr als 70 Prozent ihrer Leads. Wie etailment berichtet, begrüßt Weller daher den zu erwartenden Preisdruck durch einen neuen Rivalen. Mobile.de hat zudem vom Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme der deutschen Carwow-Tochter erhalten.

AutoScout24, Teil der Holding Autonex, setzt dagegen verstärkt auf KI. Laut Autonex-Finanzchef Coram Williams entstehen rund 20 Prozent der Leads durch KI-gestützte Fahrzeugempfehlungen, und zwar mit steigender Tendenz. Die KI stellt Rückfragen und ergänzt Anfragen etwa um Telefonnummer, Erreichbarkeit und Finanzierungsinteresse. So sollen Händler weniger Zeit für die Nachqualifizierung brauchen. Außerdem setzt Autonex auf Echtzeitdaten der eigenen Marktplätze und auf den grenzüberschreitenden B2B-Handel, der in Europa stark zersplittert ist.

Mehr zu Amazons Marktplatz-Plänen: Amazon Shop Direct: 250 Millionen Produkte aus fremden Onlineshops.

Quellen: etailment, 02.11.2026; Merkur.de (Erstbericht laut etailment)

Anzeige
Add a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert