Meta Platforms will sich über Aktien rund 95 Milliarden US-Dollar beschaffen. Das Geld soll in Künstliche Intelligenz, Rechenzentren und das Ziel einer „persönlichen Superintelligenz“ fließen. Darüber berichtet Retail-News. Die Meta Aktienemission ist dabei in zwei Phasen aufgeteilt.
Meta Aktienemission, Phase 1: rund 35 Milliarden Dollar
- rund 22,5 Milliarden Dollar über Stammaktien der Klasse A
- rund 12,5 Milliarden Dollar über Pflichtwandel-Vorzugsaktien, ausgegeben als Depositary Shares
- Konsortialführer sind Morgan Stanley und Goldman Sachs.
Außerdem gibt es für beide Angebote zusätzliche Zuteilungsoptionen. Die Vorzugsaktien werden zudem spätestens im August 2029 automatisch in Stammaktien umgewandelt. Dividende und Umtauschbedingungen werden bei der Preisfestsetzung bestimmt.
Phase 2: bis zu 60 Milliarden Dollar
Im zweiten Schritt der Meta Aktienemission plant der Konzern ein sogenanntes At-the-Market-Programm für Stammaktien der Klasse C über bis zu 60 Milliarden Dollar. Es soll frühestens im ersten Quartal 2027 starten. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Handel der neuen Klasse-C-Aktien begonnen hat. Allerdings ist dieser Teil noch nicht verbindlich. Die 95 Milliarden Dollar sind laut Retail-News deshalb ein geplanter Finanzierungsrahmen und keine bereits gesicherten Einnahmen.
Interessant: Nvidia, AMD und Broadcom haben laut dem Bericht unverbindliches Interesse signalisiert, Aktien für bis zu 5 Milliarden Dollar zu kaufen, zu den gleichen Bedingungen wie andere Investoren.
Wofür Meta die Aktienemission braucht
Denn für 2026 rechnet Meta mit Investitionen von 135 bis 145 Milliarden Dollar. Der Konzern betreibt Rechenzentren in 23 US-Bundesstaaten und baut vier große Cluster mit jeweils mehr als einem Gigawatt. Finanziert wird das bisher aus dem operativen Cashflow, Krediten, Partnerschaften und Eigenkapital. In den ersten neun Monaten 2026 lag der operative Cashflow bei 97 Milliarden Dollar.
Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar, der Nettogewinn lag bei 9,9 Milliarden Dollar. Der KI-Dienst Muse erreichte laut Retail-News innerhalb weniger Wochen mehr als 10 Millionen Nutzer in den USA und Kanada. Mehr als ein Viertel der wöchentlich aktiven Nutzer verwendet ihn zum Einkaufen. Den Business Agent nutzen pro Woche mehr als 2 Millionen Unternehmen.
Risiko für Aktionäre
Durch die Meta Aktienemission könnten die Anteile bestehender Aktionäre verwässert werden. Ob Meta den vollen Rahmen ausschöpft, hängt laut Retail-News vom Marktumfeld und künftigen Entscheidungen ab. Mehr zu Meta lesen Sie in unserem Beitrag über Meta Muse Image.
Quellen: Retail-News, 27. Oktober 2026; Meta Investor Relations (Originalmitteilung laut Retail-News)