vzbv fordert Verbot von Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert ein Verbot von Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel, wenn sie sich vor allem an junge Menschen richtet.
Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel: Tüte Kartoffelchips (Symbolbild) Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel: Tüte Kartoffelchips (Symbolbild)
Symbolbild – Foto: edoronila / Unsplash

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert ein Verbot von Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel. Das gelte, wenn sich die Werbung überwiegend an Kinder und Jugendliche richtet, wie der vzbv am 29. Oktober 2026 mitteilt. Die Forderung richtet sich an die Bundesregierung.

Was der vzbv bei Influencer-Werbung fordert

Influencer sollen laut vzbv nicht mehr für Produkte werben dürfen, die nicht den WHO-Nährwertkriterien für Kinder entsprechen, also zu viel Zucker, Fett oder Salz enthalten. Das Verbot soll greifen, wenn Influencer ein überwiegend junges Publikum ansprechen. Eine reine Kennzeichnungspflicht reicht nach Ansicht des vzbv nicht aus. Denn Influencer-Marketing wirke gerade, weil Produkte in persönliche Geschichten und scheinbar authentische Empfehlungen eingebettet werden.

vzbv-Vorständin Ramona Pop sagt: „Die Politik muss junge Menschen besser schützen und Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten.“ Social Media sei ein riesiger Werbekanal für ungesunde Produkte, und gesunde Ernährung entscheide früh über wichtige gesundheitliche Weichen.

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Umfrage: 40 Prozent kauften schon auf Empfehlung

Grundlage ist eine repräsentative Online-Befragung von forsa im Auftrag des vzbv. forsa befragte vom 4. bis 12. Oktober 2026 insgesamt 547 Personen im Alter von 14 bis 25 Jahren.

  • 40 Prozent haben mindestens einmal ein Lebensmittel gekauft, weil Influencer es empfohlen haben. Laut etailment nennt der vzbv dabei Chips, Cola, zuckerhaltige Eistees und fettige Pizza.
  • 87 Prozent geben an, Werbung auf Social Media leicht erkennen zu können.
  • 57 Prozent stimmen eher oder voll zu, dass Influencer keine Werbung für ungesunde Lebensmittel machen dürfen sollten.

Dass Werbung erkannt wird, schützt laut vzbv nicht vor ihrer Wirkung. Sie beeinflusse Kaufentscheidungen auch dann, wenn Nutzer sie als Werbung erkennen.

Thema beim Deutschen Verbrauchertag

Die Forderung ist Teil des Deutschen Verbrauchertags 2026, der am 2. November in Berlin unter dem Motto „smart & safe: Junge Menschen im Alltag stärken“ stattfindet. Laut etailment will der vzbv dort erreichen, dass Politik und Wirtschaft den digitalen Raum, das Ernährungs- und das Finanzumfeld für junge Menschen sicherer gestalten.

Mehr zum vzbv: Snapchat Urteil: Gericht verbietet Werbung mit Daten aus KI-Chatbot.

Quellen: vzbv Pressemitteilung, 29.10.2026; etailment, 30.10.2026

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